Archiv
Das Errichtungsgesetz der Stiftung Aufarbeitung legt unter § 2 Absatz 2 fest, dass dem Stiftungszweck insbesondere u.a. die „Errichtung und Unterhaltung eines Archivs nebst Dokumentationsstelle und Bibliothek“ dient.
Diesem Auftrag entsprechend baut die Stiftung seit Oktober 2000 ein Archiv zu Opposition und Widerstand sowie politischer Verfolgung und Repression in der DDR auf, um die betreffenden Unterlagen für eine breite Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der der Auseinandersetzung mit den Formen der Aufarbeitung, so bspw. beim Blick westdeutscher Wissenschaftler und Journalisten auf die DDR. Das Archiv ist zuständig für die im Rahmen der Stiftungstätigkeit entstandenen und entstehenden Unterlagen sowie für das Schriftgut der beiden Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (12. und 13. Wahlperiode).
Darüber hinaus befinden sich derzeit im Archiv der Stiftung u.a.:
- das Archiv unterdrückter Literatur in der DDR
- die Vorlässe von Markus Meckel und Rainer Eppelmann,
- die Unterlagen des Brüsewitz-Zentrums (hierzu auch ein umfangreicher Text zum Leben und Wirken [170 KB] von Oskar Brüsewitz und die Geschichte des Brüsewitz-Zentrums sowie eine von der Stiftung erstellte Bibliographie [790 KB] zu Oskar Brüsewitz),
- der Vorlass von Prof. Dr. Dr.h.c. Hermann Weber,
- der bildkünstlerische Nachlass von Roger Loewig,
- Zeichnungen, Skizzen und autobiographische Notizen von Wilhelm Sprick,
- Zeichnungen und Aquarelle von Detlev Putzar,
- ein Depositum von amnesty international,
- ein Audio- und Videoarchiv,
- eine Plakatsammlung und
- ein Fotoarchiv.
Zu den Aufgaben des Stiftungsarchivs gehört daneben auch eine externe Dienstleistungsfunktion für unabhängige Archive. In diesem Bereich bietet die Stiftung regelmäßig Weiterbildungen und konkrete Beratung vor Ort an.



