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Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR

Eine Ausstellung mit
Fotos von Harald Schmitt und Texten von Stefan Wolle
herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem stern


Portraitfoto von Harald Schmitt
Harald Schmitt
Die Karriere von Harald Schmitt begann mit einer Ausbildung als Fotografengehilfe in Trier. Er arbeitete als Laborant und Fotograf bei der »Trierischen Landeszeitung«. Anschließend war er drei Jahre bei der Fotografenagentur Frinke in München als Sportfotograf beschäftigt, bevor er zu der bekannten Fotoagentur von Sven Simon in Bonn wechselte. Seine Schwerpunkte dort waren Fotos zu Politik- und Wirtschaftsthemen. In dieser Zeit hatte er auch ein einjähriges Gastspiel in Paris und Nizza bei der Agentur Star Agency, wo er hauptsächlich Aufnahmen von Dreharbeiten zu Filmen und Homestories von bekannten Schauspielern machte. Seit 1977 ist er fest angestellter Fotograf des stern. Die ersten sechs Jahre arbeitete er als akkreditierter Journalist in der ehemaligen DDR, wo er unter anderem auch die ersten Friedens-demonstrationen in Dresden und Jena und die erste Oppositionswelle in Ost-Berlin miterlebte. Als sein Visum schließlich 1983 nicht mehr verlängert wurde, ging er nach West-Berlin. Seit 1987 lebt Harald Schmitt in Hamburg, wo er weiterhin für den stern arbeitet. Während seiner langjährigen Tätigkeit für den stern produzierte er Fotoreportagen in bisher mehr als 130 Ländern, von denen viele mit international anerkannten Preisen ausgezeichnet wurden.




Stefan Wolle
Stefan Wolle wurde 1950 in Halle/Saale geboren. Er ging in Berlin zur Schule und absolvierte eine Buchhändler-lehre. Nach der Armeezeit studierte er Geschichte an der Humboldt-Universität. 1972 wurde er wegen »intellektueller Arroganz« der Universität verwiesen und musste sich »in der Produktion bewähren«. Später konnte er sein Studium fortsetzen. In der Geschichte des Mittelalters fand er jenseits der ideologisch brisanten Zeitgeschichte ein Refugium. Seit 1976 arbeitete er in der Akademie der Wissenschaft en auf dem Gebiet der altrussischen Geschichte. In der zweiten Hälft e der achtziger Jahre suchte er Kontakt zur Opposition. Als die Oppositionsgruppen 1989 am Runden Tisch vertrauenswürdige Sachverständige für die Sicherung der Stasi-Akten brauchten, übernahm er zusammen mit Armin Mitter diese Aufgabe. Bereits im März 1990 veröffentlichten die beiden Historiker die Stasi-Akten-Edition »Ich liebe euch doch alle!« Der letzte Bestseller der DDR brachte es bis zur Währungs-umstellung am 1. Juli 1990 auf 250 000 verkaufte Exemplare. Zunächst in der neu gegründeten Gauck-Behörde tätig, wurden Wolle und Mitter bald wegen eines kritischen Fernsehinterviews fristlos entlassen. In den folgenden Jahren schrieb Stefan Wolle mehrere Bücher. Der Titel seines Buches »Die heile Welt der Diktatur« ist fast zum geflügelten Wort geworden. Wolle ist heute Mitarbeiter des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität und Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin.



Portraitfoto von Stefan Wolle





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Die Autoren
Honecker Portrait im Flur eines FDGB Urlaubquartiers in Boltenhagen an der Ostsee.

Wachwechsel vor dem 'Grabmal des unbekannten Soldaten' in Ost-Berlin.
Die Ausstellung
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