Pressemitteilung vom 03.11.2006

„Wem gehört die Vergangenheit?“ - Eine Podiumsdiskussion zum DDR-Bild von heute

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Braunschweiger Zeitung laden am 7. November 2006 zur Podiumsdiskussion „Wem gehört die Vergangenheit? Das DDR-Bild im Widerstreit von Rechtfertigung und Aufarbeitung“ um 19 Uhr ins Altstadtrathaus Braunschweig, am Altstadtmarkt 7.

17 Jahre nach der friedlichen Revolution scheinen die kollektiven Erinnerungen an Überwachungsstaat und kommunistische Diktatur zu verblassen und, besonders in der jüngeren Generation, sich zu popkulturellen Betrachtungen auf gegenständliche Relikte der ehemaligen DDR zu verschieben. TV-Shows und private DDR-Museen belegen in bedrückender Weise diesen Trend. Ehemalige Stasi-Funktionäre melden sich zu Wort und präsentieren ihre Sicht der Geschichte. Opfer und Oppositionelle der zweiten deutschen Diktatur geraten zunehmend in Vergessenheit. Von wem und wie wird das Bild der DDR heute geprägt? Darüber diskutieren: Michael Beleites, sächsischer Landesbeauftrager für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, ehemaliger Bürgerrechtler und erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen 1990-2000, die Leiterin der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung Martina Weyrauch und Günter Schabowski, ehemaliges Mitglied im Politbüro und ZK der SED. Rainer Eppelmann wird nach der Begrüßung durch den Braunschweiger Oberbürgermeister Hoffmann in die Thematik einführen.

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Journalistinnen und Journalisten können für Berichterstattungen noch akkreditiert werden. Für weitere Informationen steht Ihnen in der Stiftung Aufarbeitung Dietrich Wolf Fenner unter Tel. 030/2324 7225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 3. November 2006