Pressemitteilung vom 19.12.2006

Ausgezeichnete Stipendiatinnen und Stipendiaten Stiftung Aufarbeitung fördert junge NachwuchswissenschaftlerInnen

Mit der Vergabe von acht neuen Promotionsstipendien für das Jahr 2007setzt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ihr erfolgreiches Stipendienprogramm fort. Seit 2001 wurden bereits über 50 NachwuchswissenschaftlerInnen bei der Erarbeitung ihrer Doktorarbeiten gefördert. Drei der Stiftungs-Stipendiatinnen und Stipendiaten wurden im Jahr 2006 für ihre herausragenden Dissertationen ausgezeichnet.

Mitte Dezember erhielt Maren Ullrich für „Geteilte Ansichten.Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze“ den Weser-Ems-Wissenschaftspreis. Der Deutsche Olympische Sportbund zeichnete Uta Andrea Balbier im Herbst für ihre Promotionsschrift „Kalter Krieg auf der Aschenbahn: deutsch-deutscher Sport 1950-1972“ aus. Im April wurde Daniel Friedrich Sturms Arbeit "Uneinig in die Einheit. Die Sozialdemokratie und die Vereinigung Deutschlands 1989/90" vorgestellt, für die er den Willy-Brandt-Preis erhalten hatte. „Die Stiftung Aufarbeitung kann auf fünf Jahre erfolgreiche undproduktive Stipendienvergabe zurückblicken: Unser Stipendienprogramm trägt wesentlich dazu bei, dass sich junge NachwuchswissenschaftlerInnen mit der Geschichte der SED-Diktatur und der deutschen Teilung beschäftigen.“, betont Ulrich Mählert, Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft der Stiftung Aufarbeitung. „Die Stiftung gratuliert den Preisträgerinnen und dem Preisträger und freut sich über die große thematischeBandbreite ihrer neuen Doktoranden.“ Geforscht wird über die Ausschaltung der parlamentarischen Opposition in den Nachkriegslandtagen Brandenburgs und Thüringens, die Aktion Sühnezeichen in der DDR, die SED-Politik gegen Ausreisewillige, die vom FDGB betriebenen „Traumschiffe des Sozialismus“, den deutsch-deutschen Literaturaustausch im Rahmen der LeipzigerBuchmesse, die Systemkonkurrenz im Bereich der Landwirtschaft und die Kaffeekultur in beiden deutschen Staaten.

Für weitere Informationen steht Ihnen Dietrich Wolf Fenner in der Pressestelle der Stiftung Aufarbeitung unter Tel. 030/2324 7225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 19. Dezember 2006