Bildungskatalog: SED-Diktatur und deutsche Teilung

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Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR - Region Magdeburg

Art des Materials

Arbeitsheft mit Unterrichtssequenzen

Kurzbeschreibung

Die Entwicklung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS, 1950-1990) wird in diesem Unterrichtsmaterial am Beispiel der Bezirksverwaltung Magdeburg für die Region Sachsen-Anhalt dargestellt und erstreckt sich von den Vorläuferorganisationen der Staatssicherheit in den vierziger Jahren bis zur Auflösung des MfS im Jahre 1990. Zunächst werden dazu chronologisch Informationen zur Geschichte des MfS in der Region gegeben, die dann in Unterrichtssequenzen und Projektbausteinen angewendet werden können.
Vier Jahrzehnte lang bespitzelte das MfS die Menschen in der DDR und sorgte dabei als "Schild und Schwert der Partei" für die Sicherheit der Macht für die SED. Dabei war das MfS auf allen Ebenen und Gebieten aktiv und wirkte bis in den tiefsten privaten Bereich hinein. Die Publikation macht deutlich, dass das MfS nicht nur von seiner Zentrale in Ost-Berlin agierte, sondern auch in den einzelnen Bezirksverwaltungen, hier am Beispiel Magdeburgs. In der Darstellung der Geschichte der Bezirksverwaltung Magdeburg wird deutlich, wie hier von Anfang an in der Struktur der Schwerpunkt auf die Bekämpfung des "politischen Untergrunds" gelegt wurde. Dazu gehörtenZersetzungsmaßnahmen, Verhaftungen und Verhöre, die Überwachung der Post in der DDR, die Kontrolle der Betriebe und die Passkontrolle an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Bezirksverwaltung wird anhand der Lebensgeschichten von Führungspersonen in der Dienststelle verdeutlicht, so wird ausführlich die Geschichte von Wilfried Müller erzählt, der bereits seit 1952 im Dienste der Staatssicherheit stand und 1989 letzter Leiter der Bezirksverwaltung vor ihrer Auflösung war.

Didaktische Aufbereitung

Das Arbeitsheft des Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes in Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt versteht sich als Anregung für den Unterricht. Zunächst wird chronologisch die Geschichte der Bezirksverwaltung Magdeburg erzählt. Es folgen fünf Unterrichtssequenzen zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953, zum Ausbau des MfS nach dem Volksaufstand, zur Rolle des MfS nach dem Mauerbau, zum Vorgehen des MfS nach der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki sowie zur Fluchtwelle und der Auflösung des MfS. Am Beginn einer jeden Unterrichtssequenz werden Ziele, Themen und Inhalte kurz benannt. Dazu werden die in dem Heft enthaltenen Materialien vorgeschlagen und Hinweise zur praktischen Umsetzung im Unterricht geliefert. Die Materialien enthalten Text- und Bildquellen. Als Bausteine für Projekttage werden schließlich Besuche in Dokumentationszentren und Gedenkstätten in der Region Magdeburg und mögliche Schwerpunkte und Themen empfohlen.

Herausgeber/Institution

Der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes in Sachsen-Anhalt, Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Bibliographische Angabe, Technische Hinweise

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR - Region Magdeburg - Anregungen für den Schulunterricht. Hrsg. vom Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes in Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg 2002

Bezugsmöglichkeit, Preis

Kostenlos beim LStU Sachsen-Anhalt und unter http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?print=1&no_cache=1&id=17997

Verwendbar für Klassenstufe:

5-10, 11-13

Verwendbar im Unterrichtsfach/in den Unterrichtsfächern:

Geschichte

Material behandelt folgende(s) Jahrzehnt(e):

1945-1949, 1950er, 1960er, 1970er, 1980er, 1990er