Veranstaltungsnachlese 2015

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Flucht und Fluchthilfe in Deutschland: Grenzen überwinden – auch in der Erinnerungskultur?

Podiumsdiskussion

Termin

11.08.2015 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Der Wunsch, politischer Verfolgung zu entgehen, Reise- und Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen zu können, die Familie wiederzusehen oder den Wunsch nach einem besseren Leben Wirklichkeit werden zu lassen – die Motive der Menschen zur Flucht waren in der DDR vielfältig, trotz lebensbedrohlicher Gefahren. Angekommen in der Bundesrepublik stellten sich den Flüchtlingen neue Herausforderungen. Den 54. Jahrestag des Mauerbaus nahm die Bundesstiftung Aufarbeitung zum Anlass, Flüchtlinge aus der DDR und ihre Helfer zu Wort kommen zu lassen. Sie berichteten von Fluchthilfe im geteilten Deutschland, von der Ankunft und der Aufnahme in West-Berlin und in der Bundesrepublik.

Gleichzeitig wurde diskutiert, ob die seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Vergleiche zwischen der Fluchtbewegung aus der DDR und der aktuellen Flüchtlingspolitik sinnvoll sind. Auch heute verlassen Menschen unter hohen Risiken ihre Heimat, um Kriegen, Repression und Armut zu entgehen und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Wird Geschichte mit dem Vergleich für die Zwecke der Gegenwart instrumentalisiert? War die spektakuläre Aktion des »Zentrums für politische Schönheit« angemessen oder geschmacklos, als zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die Gedenkkreuze der Maueropfer entwendet und an den EU-Außengrenzen neu aufgestellt wurden?

Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky (Bundesstiftung Aufarbeitung)

Es diskutierten
Ralph Kabisch (Fluchthelfer für DDR-Flüchtlinge)
Konstanze Helber (Fluchtversuch 1977)
Dr. Maria Nooke (Leiterin Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde)
Uta Sternal (Leiterin Übergangswohnheim Marienfelde des IB)
Anas Sharaf Aldeen (syrischer Bauingenieur, seit einem Jahr in Berlin)
Paul Schwenn (Freiwilliges Soziales Jahr im politischen Leben)

Wir bedauern, dass Maik Baumgärtner (Journalist und Autor) und Philipp Ruch vom Zentrum für politische Schönheit aus terminlichen Gründen absagen mussten.

Moderation
Helge Eikelmann und Marcus Kiesel

Veranstaltungsanschrift

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Veranstaltungssaal
Kronenstr. 5
10117 Berlin

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin
Tel.: 030-31 98 95-0
Fax.: 030-31 98 95-210
buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

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