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Allmeroth, Heinrich

* 9.3.1901, † 18.10.1961
Tenor, Intendant, 1. Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Knickhagen (Hessen); Vater Lehrer; Studium der Staats- u. Rechtswiss. in Frankfurt (Main) u. Göttingen; 1924 Prom. zum Dr. rer. pol.; parallel zur kfm. Tätigkeit in Kassel Gesangsstudium; 1926 Bühnendebüt am Stadttheater Göttingen, Beginn der gewerkschaftl. Tätigkeit in der Genossenschaft Dt. Bühnenangeh.; ab 1927 wechselnde Engagements: 1927/ 28 Stadttheater Halle (Saale), 1928/29 Stadttheater Dortmund, 1929 – 32 Opernhaus Köln, 1932 – 34 Opernhaus Düsseldorf, 1934 – 38 Hof- u. Staatstheater Stuttgart (wirkte an der UA von Nico Dostals Operette »Monika« mit, 1937), 1938 – 44 Opernhaus Leipzig; Gastspiele in Amsterdam (1931), Basel (1934), Wien (1939); 1944 zur Wehrmacht eingezogen.
1946 – 48 Tenor an der Leipziger Volksbühne, 1948 / 49 am Berliner Metropoltheater; 1949 Intendant in Leipzig; 1949 – 52 Intendant des Theaters Rostock; 1952 – 54 stellv. Intendant der Berliner Staatsoper; 1954 bis zu seinem Tod Generalintendant der Staatstheater Dresden; Mitgl. der SED, des FDGB u. des KB; 1950 Kreisvors. des KB in Rostock; 1950 – 58 Mitgl. der Volkskammer als Vertreter des FDGB; 1950 – 59 Mitgl. des Bundesvorst. des FDGB; 1950 / 51 stellvertr. Vors. der Gewerkschaft Bühne-Film-Funk-Musik-Artistik; Mitgl. des ZV; 1953 – 59 1. Vors. der Gewerkschaft Kunst, Mitgl. des künstl. Beirats beim MfK; Mitgl. der SED-BL Dresden; 1954 VVO in Bronze, 1961 in Silber; Fritz-Heckert-Medaille; gest. in Dresden.
Verfügte als Sänger über ein breites Spektrum von Stimmfächern (lyr. Tenor, Heldentenor, Bariton), das sich in einem Rollenrepertoire von beachtl. Umfang widerspiegelte: TR in Pfitzners »Palestrina« u. Verdis »Don Carlos«, sang den Tamino in Mozarts »Zauberflöte«, den Grafen Almaviva im »Barbier von Sevilla« u. den Alfredo in »La Traviata«.

Publ.: Die Aufgaben der Gewerkschaft Kunst zur Erhöhung des sozialistischen Bewußtseins der Mitglieder im Kampf für eine sozialistische Kultur. Berlin 1958.
ChK

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