Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:

Geboren am 16. November 1878 in Halbau/ Schlesien, Sohn eines Webers; nach der Weberlehre Arbeit in einer englischen Weberei in Grünberg in Schlesien. 1902 Mitglied des Textilarbeiterverbandes, 1904 der SPD. 1913 zog Glombitza nach Limbach/Sachsen und war dort in der Folgezeit Vorsitzender des Textilarbeiterverbandes. 1913 Delegierter zum SPD-Parteitag in Jena. Von 1914 bis zu seiner Verwundung 1917 Soldat im Weltkrieg. Glombitza trat 1917 der USPD und 1918 dem Spartakusbund bei. Während der Novemberrevolution Mitglied des Limbacher Arbeiter- und Soldatenrates. Bis 1925 arbeitete er hauptamtlich im ADGB, war von 1925 bis 1930 Geschäftsführer des als »roter Konsum« bekannten Konsumvereins Limbach. Im April 1925 kam er als Nachfolgekandidat für den ausscheidenden Paul Bertz in den Sächsischen Landtag, dem er bis zum Ende der Legislaturperiode 1926 angehörte. 1925 zum Bürgermeister von Kändler bei Limbach-Oberfrohna gewählt, übte er dieses Amt bis 1931 aus. Glombitza wurde 1928 wegen »Disziplinbruchs« von der BL Erzgebirge-Vogtland aus der KPD ausgeschlossen, weil er sich als Bürgermeister nicht an den Beschluß der BL gehalten hatte, gegen die von der Sächsischen Landesregierung geplante Erhöhung der Grundsteuer zu kämpfen.
Er arbeitete von 1931 bis zum Rentenalter in einer Gießerei bei Chemnitz, wohnte dann, politisch zurückgezogen, in Kändler. Ewald Glombitza starb am 15. Dezember 1969.

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