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Hübener, Erhard

(Ps. F. J. Erhard)
* 4.8.1881, † 3.6.1958
Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Tacken (Westprignitz; Groß Pankow); Vater Pfarrer; Volksschule, 1894 Gymnasium in Seehausen (Altmark), dann Landesschule Schulpforte, 1901 Abitur; Studium der Staatswiss. u. Geschichte an den Univ. Kiel u. Berlin; 1905 Prom. zum Dr. phil.; danach u. a. volkswirtschaftl. Sekr. u. Syndikus der Handelskammer von Berlin; 1914 – 18 Militärdienst; ab 1919 Beamter im Preuß. Min. für Handel u. Gewerbe; ab 1922 Mitgl. der Sächs. Provinzialversicherung; 1919 DDP, ab 1922 stellv., 1924 – 33 Landeshptm. der Provinz Sachsen; DDP bzw. Dt. Staatspartei; 1933 zwangspensioniert; dann wiss. u. liter. Tätigkeit in Jena u. Wernigerode; 1941/42 Militärdienst.
1945 Mitbegr. der DVP in Halle (ab Sept. 1945 LDPD); von der amerik. Besatzungsmacht als Landeshptm. eingesetzt; von der SMAD als Präs. der Provinzialverw. Sachsen eingesetzt; 1946 Prof. für Verw.-Lehre u. Verw.-Wiss. an der MLU Halle; 3.12.1946 – 1.10.1949 Min.-Präs. des Landes Sachsen-Anh.; wirkte maßgebend an der einzigen gesamtdt. Minister-Konferenz am 5.6.1947 mit; 1948/49 Mitgl. des Dt. Volksrats; 1949 aus Altersgründen Rücktritt vom Reg.-Amt; weiterhin als Prof. für Verw.-Recht an der MLU tätig; Verf. u. Hrsg. verwaltungsgeschichtl. u. a. wiss. Schriften unter dem Ps. F. J. Erhard; gest. in Bad Salzuflen.
Nach E. H. ist eine FDP-nahe Stiftung benannt.

Publ.: Der Schlaftrunk. Berlin 1947; Richter u. Korsar. Berlin 1947; Lebenskreise: Lehr- u. Wanderjahre eines Ministerpräsidenten. Köln 1984.
HME

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