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Kühn, Fritz

* 29.4.1910, † 31.7.1967
Metallgestalter

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; 1924 – 28 Ausbildung zum Werkzeugmacher u. Bauschlosser; danach Arbeit als Schmied und Fotograf; 1937 Gründung einer Kunstschmiede in Berlin-Grünau.
Nach 1945 Wiederaufbau der Werkstatt, Erweiterung zum Atelier für Kunstschmiedearbeiten; 1964 Ernennung zum Prof.
Zunächst traditionelle Kunstschmiedearbeiten, zunehmend Verwendung von Stahl u. Metallen, Entw. neuer Formen u. Bearbeitungsmethoden; zahlr. Bauten erhielten ihren künstler. Schmuck durch F. K.s Metallarbeiten, u. a. auf den Weltausstellungen in Brüssel (räumliche Gitterwand im deutschen Pavillon, 1958) und Montreal (Stahlplastik, 1966), für das Mahnmal Buchenwald (Turmbekrönung, Opferschalen, Schriftplatten, 1955–58) u. weitere Gedenkstätten (u.a. Coventry 1962, Futa-Pass 1964, Dachau 1967) sowie für Staatsratsgebäude (1963); St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin (1964), Berliner Stadtbibliothek (A-Tür, 1965), Knochenhaueramtshaus Hildesheim, Oper Dortmund (1965); daneben entstanden zahlr. Gitter u. Treppengeländer für Wohnhäuser u. Schulen, Leuchter, Schalen u. insbes. Brunnen (Einkaufszentrum Magdeburg, 1964; Strausberger Platz Berlin, 1967); 1954 NP; die von ihm aufgebaute Kunstschmiedewerkstatt wurde von Sohn Achim K. fortgef. 2003 bildete sich in Berlin die F.-K.-Gesellschaft e.V., die den Nachlass pflegt.

Publ.: Zahlr. Fach- u. Kunstbücher, u.a. Eisen u. Stahl. Leipzig 1957; Kompositionen. München 1958.
Sek.-Lit.: Hanisch, G.: F. K. 1910 – 1967 – in Memoriam. Berlin 1970 (mit Bibl.); Krase, A.: F. K. Das photographische Werk 1931 – 1967. Berlin 1998 (hrsg. von Ulrich Domröse).
BRB

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