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Raab, Karl

* 3.5.1906, † 11.5.1992
Leiter der Abteilung Finanzverwaltung u. Parteibetriebe des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Tischler; 1912 – 20 Volksschule; Aug. 1920 Bürobursche bei der Dresdner Bank; Anf. 1921 Mitgl. des Zentralverb. der Angest.; nach eineinhalbjährigem Abendschulstudium Obersekundarreife; März 1924 – 26 Lehre bei der Dresdner Bank; Mitgl. u. Funktionär im Arbeitersportverein »Fichte«; 1925 Mitgl. des freigewerkschaftl. Allg. Verb. der Dt. Bankangest.; Mitgl. der Berliner BL; 1927 KPD; Gründer u. Pol.-Ltr. der Betriebszelle Dresdner Bank, Mitgl. der UBL Zentrum; RGO, Ltr. der Industriegr. »Banken u. Versicherungen« des Bez.-Aussch. Berlin; Artikel für die »Rote Fahne« u. für die Angest.-Ztg. »Kampfstimme« u. »Angest.-Kampf«; Mitgl. der Zentr. Arbeiterkorrespondentenkommission beim ZK der KPD; 1928 – 34 Gründer u. Red. der KPD-Betriebsztg. »Rote Bilanz«; Mai 1931 als Delegierter der VI. Dt. Arbeiterdelegation in die UdSSR; 30.6.1931 Entlassung aus der Dresdner Bank wegen eines Berichts über die Sowjetunionreise; Wiedereinstellung durch Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin; Hausverbot durch die Bankdirektion; bis Febr. 1932 Mitgl. des Betriebsrats der Dresdner Bank; 24.2.1932 Bestätigung der Kündigung durch das Reichsarbeitsgericht in Leipzig; 1932 Oberbuchhalter im Verlag »Rote Fahne«; Jan. – März 1933 Geschäftsf. des Internat. Arbeiterverlags der KPD in Berlin; dann illeg. Tätigkeit für die RGO, u. a. bis Herbst 1934 Hrsg. einer illeg. Ztg. für Bankmitarb.; ab Okt. 1933 unter dem Deckn. »Karl Sperling« Schleusungen u. Quartierbeschaffung für die Berliner LL der KPD; Jan. 1935 Emigr. in die UdSSR; zunächst als »Karl Specht« Kursant an der KUNMZ; Sept. 1935 – Aug. 1937 Besuch der Lenin-Schule in Moskau (»Arthur Fiedler«); 1.9.1937 – April 1945 stellv. Chefred. des dt. Sektors im Moskauer Rundfunk; 1939 Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft; Okt. 1941 mit dem Sender Evakuierung nach Kuibyschew.
Kehrte als Mitgl. der Gruppe  Gustav Sobottka am 6.5.1945 nach Dtl. zurück; zunächst Red. der Ztg. der 2. Beloruss. Front »Dt. Ztg.« in Vorpom.; dann ab Juli 1945 Chefred. der »Volksztg.« bzw. »Schweriner Volksztg.«; Mitgl. der LL der KPD; ab 1.3.1946 Sekr. für Kultur, Agit. u. Parteischulung in der LL der KPD; 7.4.1946 3. Sekr. des Landesvorst. Mecklenb. der SED; Sommer – Dez. 1946 persönl. Mitarb. von  Anton Ackermann im ZS der SED; Jan. 1947 – Nov. 1948 stellv. Ltr. bzw. Ltr. der Abt. Parteischulung, Kultur u. Erziehung im ZS der SED; Mitbegr. versch. Ztg. u. Verlage, u. a. »Sportecho« u. »Sportverlag«; 1.12.1948 HA-Ltr. in der HV Finanzen der DWK; Chefred. der Ztschr. »Dt. Finanzwirtschaft«; 1.12.1949 Stellv. des Hauptkassierers im Sekr. der SED; 25.7.1950 – 1.9. 1982 als Ltr. der Abt. Finanzverw. u. Parteibetriebe des ZK Hauptkassierer der SED; 1950 Mitgl. der ZRK der SED; 1974 Mitgl. der ZL des Komitees der antifa. Widerstandskämpfer; nach Pensionierung 1982 ehrenamtl. Mitgl. der Zentr. Veteranenkommission des ZK der SED; 1971 Ehrenspange zum VVO; 1978 KMO; 1981 Stern der Völkerfreundschaft; 1986 VVO; gest. in Berlin.

PeE; HME

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