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Erpenbeck, Fritz

(Ps. F. Beck)
* 6.4.1897, † 7.1.1975
Schriftsteller u. Kulturfunktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Mainz; Vater Uhrmacher u. Ing.; Volksschule u. Realgymnasium in Mannheim u. Osnabrück; April 1914/15 Ausbildung zum Schlosser in Osnabrück; 1915 – 18 Militärdienst (Freiw.), Kanonier; 1918/19 Forts. der Schlosserausbildung in Osnabrück, dann im Beruf tätig; gleichz. Besuch der dortigen Schauspielschule; 1914 DMV; 1920/21 erstes Engagement in Ingolstadt, dann Schauspieler am Stadttheater Esslingen, an der Württembergischen Volksbühne in Stuttgart, in Bad Dürkheim, in Wilhelmshaven, am Lessing-Theater u. an der Piscator-Bühne in Berlin sowie in Spielfilmen; Dramaturg bei Piscator; 1927 KPD; BPRS; Mitinitiator u. Ltg.-Mitgl. der RGO Bühne u. Film; 1928 Heirat mit  Hedda Zinner; 1929 Parteisekr. der kommunist. Schauspieler in Berlin; Mitarb. bei »Welt am Abend« u. »Die Rote Fahne«; Ende 1930 – 33 Chefred. der pol.-satir. Ztschr. »Roter Pfeffer« u. des Organs der Universum-Bücherei »Magazin für alle«; 1932 Rolle in »Kuhle Wampe«; 1933 kurzz. illeg. Tätigkeit, dann Emigr. nach Prag; dort Mithrsg. der »AIZ«; Mitarb. beim »Gegenangriff«; 1934/35 künstler. Berater des Studio 1934 seiner Frau; März 1935 als Sonderkorrespondent der »AIZ« nach Moskau; dann freier Schriftst.; Arbeiten für das Moskauer Radio u. die DZZ; Mitgl. der dt. Sekt. des sowj. Schriftst.-Verb.; Dez. 1936 Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft; leitete nach dem Auslandseinsatz von  Willi Bredel ab 1936 die Ztschr. »Das Wort«; April 1939 Red. der Ztschr. »Internat. Lit.«; Anf. 1941 in der Sonderfahndungsliste »UdSSR« der Gestapo erf.; nach dem 22. Juni 1941 Prop.-Arbeit im Rahmen der PURKKA; Sept. 1941 Übernahme in den KI-Apparat; Okt. 1941 – April 1942 Evakuierung in Ufa; Ltr. des Tarnsenders SA-Mann Weber; Anf. 1943 Mitgl. einer Arbeitsgr. der KPD-Führung zu Militärfragen; Jan. 1944 Red. am Sender Freies Dtl.; ab Okt. 1944 erneut Red. am Dt. Volkssender; 30.4.1945 Rückkehr nach Berlin mit der Gruppe  Ulbricht.
Kurzz. Chefred. u. dann Red. der »Berliner Ztg.« u. der »Dt. Volksztg.«; freier Mitarb. beim Berliner Rundfunk; beteiligt an der Gründung u. am Wiederaufbau Berliner Theater; 1946 SED; April 1946 – April 1949 freier Mitarb. beim »Vorwärts«, Theaterkritiker; 1946 Gründer u. Red. der Ztschr. »Die Frau von Heute«; mit  Bruno Henschel Aufbau des Henschel Verlags, dann dort bis 1950 ltd. Mitarb.; Juni 1946 – 58 Lizenzträger u. Chefred. der Monatsztschr. »Theater der Zeit« u. Wochenztschr. »Theaterdienst«; ab 1948 Mitarb. im Büro für Theaterfragen; Mai. 1949 – Anf. 1950 freier Mitarb. beim »Neuen Dtl.«; Nov. 1950 Ltr. der Zentr. Spielplankommission im Min. für Volksbildung; Jan. 1951 dort Ltr. der HA Darstellende Kunst u. Musik in der Staatl. Kommission für Kunstangelegenh. beim Min.-Rat der DDR; 1954 – 56 Chefred. der Ztschr. »Artistik«; Mitgl. des SV; 1956, 1960 Lessing-Preis; 1957 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille; 1959 – 62 Chefdramaturg der Berliner Volksbühne; danach freischaff. Schriftst. (Theaterkritiken, Romane, Kriminalromane); Mitgl. des SV; 1956, 1960 Lessing-Preis; 1972 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Publ.: Emigranten. Moskau 1937; Gründer. Moskau 1940; Lebendiges Theater. 1949; Wilhelm Pieck. Ein Erinnerungsbild. 1951; Aus dem Theaterleben. Aufsätze u. Kritiken. Berlin 1959; Serie von fünf Kriminalromanen 1964/ 65.
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