»Die Geschichte der SED«

zwischen Mauerbau und Mauerfall

Veranstaltungszeitraum 2010 - 2011

Dokumentation einer Vortragsreihe des Instituts für Zeitgeschichte, des Zentrums für Zeithistorische Forschung und der Bundesstiftung Aufarbeitung von Oktober 2010 bis März 2011

Zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist die Geschichte der SED nach wie vor unzureichend erforscht. Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung koordinieren zwei Forschungsgruppen, die sich mit der Geschichte der DDR-Staatspartei in den Jahren zwischen 1961 und 1989/90 befassen. Dieser Forschungsverbund, in den Nachwuchswissenschaftler an den Universitäten Jena, Leipzig und Chemnitz eingebunden sind, wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert. Im Rahmen der Vortragsreihe »Die Geschichte der SED zwischen Mauerbau und Mauerfall« stellten in den Monaten Oktober 2010 bis März 2011 Mitarbeiter der beiden Projektverbünde sowie Fachkolleginnen und -kollegen aus dem In- und Ausland ihre Perspektiven auf die SED-Geschichte zur Diskussion vor.

Nachfolgend finden Sie die Mitschnitte der Vorträge:

Berlin, 09. März 2011
»Von der SED zur PDS und Linkspartei«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Mit dem Vortrag von Dr. Gero Neugebauer, FU Berlin, "Von der SED zur PDS und Linkspartei" endete die Reihe SED-Geschichte zwischen Mauerbau und Mauerfall.
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Berlin, 23. Februar 2011
»Die Partei im Betriebsalltag«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Entsprechend der kommunistischen Tradition erfasste die SED seit den 50er Jahren die überwältigende Mehrheit ihrer Mitglieder in Betriebsparteiorganisationen. Diese prägten das Verhältnis zwischen Betriebsleitungen und Belegschaften. Weitere Informationen


Berlin, 9. Februar 2011
»Herrschaftsalltag der regionalen SED-Funktionärselite: Von der "abstrichlosen" Umsetzung zentraler Beschlüsse bis zur Verfolgung von Eigeninteressen«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Die Vorstellung, die Akteure der SED auf Bezirks- und Kreisebene seien lediglich Befehlsempfänger zentraler Beschlüsse gewesen, vermittelt ein unvollständiges Bild der DDR-Herrschaftspraxis. Weitere Informationen


Berlin, 12. Januar 2011
»Das Verhältnis von SED und MfS«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Vielfach werden Unrecht und menschenrechtswidrige Machenschaften in der DDR allein ihrer Geheimpolizei zugeschrieben, dem Ministerium für Staatssicherheit. Allerdings lautete schon die Selbstbestimmung des MfS, es habe »Schild und Schwert der Partei«, d. h. der SED zu sein. Weitere Informationen


Berlin, 15. Dezember 2010
»War die SED reformfähig? Chancen und Scheitern von Reformansätzen in der Staatspartei«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Im historischen Rückblick erscheint die SED mit ihren 2,3 Millionen Mitgliedern als monolithischer Block politisch Gleichgesinnter. Dennoch gab es immer wieder Versuche, die Staatspartei und ihr Gesellschaftssystem zu reformieren. Weitere Informationen


Berlin, 01. Dezember 2010
»Die SED und Moskau«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Nur eine Kraft in der DDR war mächtiger als die SED – die Sowjetunion und ihre KP. Die sowjetischen »Freunde« hatten alle maßgeblichen Strukturen des ostdeutschen Staates geprägt, und sie behielten sich bis zuletzt die Entscheidung über sein Schicksal vor. Weitere Informationen


Berlin, 17. November 2010
»Gesichtslose "Apparatschiks"? Die SED und ihre Funktionäre«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Grau, bar jeden Charismas, gehorsame Diener ihrer Partei: auf diese Klischees werden die Funktionäre der SED in der öffentlichen Wahrnehmung reduziert. Auf den ersten Blick regen die etwa 44.000 hauptamtlichen Mitarbeiter, die in den »Apparaten« der Partei Dienst taten, nicht dazu an, sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Weitere Informationen


Berlin, 03. November 2010
»Die SED als Instrument der Diktaturdurchsetzung«
Vortrag von Dr. Mike Schmeitzner, Hannah-Arendt-Institut Dresden, veranstaltet vom Institut für Zeitgeschichte, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung und der Bundesstiftung Aufarbeitung
In der Forschung wie in der Öffentlichkeit besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass das Ergebnis der Entwicklung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) als eine diktatorische Herrschaft anzusehen ist. Weitere Informationen


Berlin, 20. Oktober 2010
»Die SED in der staatssozialistischen Gesellschaft«
Vortrag gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Die Geschichte der DDR ist immer wieder als Geschichte der SED-Diktatur geschrieben worden. Durchaus zu Recht, denn die Entwicklung der ostdeutschen Gesellschaft zwischen 1949 und 1989 folgte in fast jeder Hinsicht dem Diktat der »führenden Partei«.
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