Nachlese zur 11. Geschichtsmesse 2018

Unter dem Titel „Der diskrete Charme der Diktatur? Gefährdungen von Demokratie gestern und heute“ fand vom 25. bis 27. Januar 2018 die 11. Geschichtsmesse in Suhl statt.

Logo Im Zentrum der Geschichtsmesse 2018 stand die Frage, wieso autoritäre Herrschaft oder Diktaturen von vielen Menschen als Alternativen zu demokratischen Verhältnissen gesehen werden. Immer wieder werden Sympathien für autoritär herrschende Kräfte offen bekundet, etwa wenn der Kommunismus für eine gute Sache gehalten wird, die lediglich schlecht ausgeführt worden sei. Kann der Blick auf die Diktaturen des 20. und 21. Jahrhundert gegenüber autoritären Bestrebungen der Gegenwart helfen, die Demokratie zu stärken? Welche Ansätze zum Spannungsverhältnis von Demokratie und Diktatur nach 1945 sind besonders geeignet, um das historische Lernen im Schulunterricht, in Museen, Gedenkstätten und in außerschulischen Bildungseinrichtungen zu stärken?

Die Geschichtsmesse 2018 bot ein umfangreiches Programm mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Filmen. Das Forum präsentierte außerdem Ausstellungen, Schulprojekte, Dokumentarfilme, Publikationen und Veranstaltungsprojekte, die sich mit Ursachen, Geschichte und Folgen der deutschen und europäischen Teilung auseinandersetzen.

Die Geschichtsmesse findet jährlich statt und widmet sich jeweils einem Thema der deutsch-deutschen Geschichte im europäischen Kontext. Die Fachtagung wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung veranstaltet und zählt jährlich mehr als 300 Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland. Sie vertreten Kulturämter, Bildungseinrichtungen, Kultusministerien, Aufarbeitungsinitiativen, Geschichtsvereine, Lehrerfort- und Weiterbildungsinstitute sowie wissenschaftliche Einrichtungen.

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