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Bludau, Wilhelm

* 10.5.1896, † 23.7.1941

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 10. Mai 1896 in Hörde (1928 zu Dortmund); lernte Maschinenschlosser. Mitglied der KPD (zeitweise der KAPD), gehörte zwischen 1920 und 1923 im Ruhrgebiet zu den Führern der Hungerrevolten. Deswegen mehrfach inhaftiert, galt er als »kleiner Max Hoelz«. Im Erwerbslosenausschuß des Ruhrgebiets trat Bludau 1925 als linker Kritiker gegen die KPD auf und wurde 1926 aus der Partei ausgeschlossen. Vorwürfe einer Verbindung zur politischen Polizei waren offensichtlich zu seiner Isolierung ausgestreut. In Polizeiakten wird er als »redegewandt mit sicherem Auftreten« bezeichnet; er stand unter polizeilicher Beobachtung. Nach 1933 in kleinen Gruppen im Widerstand aktiv gegen die NS-Diktatur, wurde er im »Bludau-Prozeß« 1936 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt und Ende 1937 im KZ Buchenwald inhaftiert. Wilhelm Bludau kam dort am 23. Juli 1941 ums Leben.

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