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Aktuelle Meldung vom 07.02.2013

Podiumsgespräch: Das 20. Jahrhundert zwischen Diktatur und Demokratie

Vortrag und Diskussion zu charakteristischen Marksteinen des „Jahrhunderts der Extreme“

Mit einer Podiumsveranstaltung nehmen die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am Dienstag, dem 12. Februar die Auseinandersetzungen zwischen Diktatur und Demokratie im Europa des 20. Jahrhunderts in den Blick. Sie tun dies im Vorgriff auf das Jahr 2014, in dem nicht nur an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 und den Beginn des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieges 1939 erinnert werden wird. Auch die friedlichen Revolutionen jähren sich dann zum 25. Mal.

Die Zusammenhänge sind evident: So wie die totalitären Bewegungen und Diktaturen der ersten Jahrhunderthälfte sowie der Zweite Weltkrieg ohne den Ersten Weltkrieg nicht zu erklären sind, gehen die Errichtung neuer, kommunistischer Diktaturen in Ostmitteleuropa nach 1945 sowie die Teilung Deutschlands, Europas und der Welt unmittelbar auf den Zweiten Weltkrieg zurück. Erst mit ihren weithin Friedlichen Revolutionen gewannen die Völker Ostmitteleuropas 1989 ihre Freiheit, ihre staatliche Unabhängigkeit und Selbstbestimmung wieder, die sie fünf Jahrzehnte zuvor verloren hatten. Mit der EU-Osterweiterung, die 2014 zehn Jahre zurück liegen wird, fand die neue, demokratische Gestalt Europas sichtbaren Ausdruck.

Nach einem Vortrag von Professor Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, diskutiert ein namhaft besetztes Podium über Demokratie und Diktatur im 20. Jahrhundert. Neben dem ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden der Bundesstiftung Aufarbeitung Rainer Eppelmann, der mit der Veranstaltung zugleich seinen 70. Geburtstag begeht, werden Ministerpräsident a . D. Professor Bernhard Vogel und Professor Andreas Wirsching als Podiumsgäste sprechen. Professorin Irina Scherbakova von MEMORIAL Moskau und der polnische Publizist und ehemalige Dissident Dr. Kazimierz Wóycicki (Universität Warschau) werden dabei insbesondere die internationale Dimension des Themas beleuchten. Das Gespräch wird von Ulrich Mählert (Bundesstiftung Aufarbeitung) moderiert.

Podiumsgespräch: Das 20. Jahrhundert zwischen Diktatur und Demokratie
Datum: 12. Februar 2013
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Mitveranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung
Ort: Konrad-Adenauer-Stiftung | Akademie Berlin | Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin
Anmeldung: Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung bis 8. Februar 2013 möglich,
per Post an die Konrad-Adenauer-Stiftung, Akademie Berlin (Adresse s.o.),
per Fax: 030-269963237 oder per E-Mail. Bitte geben Sie das Veranstaltungsdatum an.