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Aktuelle Meldung vom 05.03.2013

Ein zentrales Mahnmal für die Opfer kommunistischer Diktatur in Berlin?

Podiumsdiskussion zu aktuellen Denkmalsplänen in der Bundesstiftung Aufarbeitung

Warum gibt es in Berlin noch kein zentrales Mahnmals für die Opfer des Kommunismus? Welche Funktion könnte ein solches Denkmal erfüllen, welche Lücken schließen? Unter dem Titel „Erinnern an die Vergangenheit und Mahnen für die Zukunft“ diskutieren die Gäste der gemeinsamen Podiumsdiskussion der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), der Zeitschrift "Der Stacheldraht" und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am 11. März über ein solches Vorhaben.

Bundesweit verzeichnet das Dokumentationsprojekt „Erinnerungsorte an die kommunistischen Diktaturen“ der Bundesstiftung Aufarbeitung mehr als 500 Gedenkorte für die Opfer der kommunistischen Diktatur, die in der Regel jedoch auf bestimmte Regionen und Ereignisse verweisen. Es gibt bisher kein zentrales Mahnmal, das das Gedenken an alle Opfergruppen der kommunistischen Diktatur von 1945 bis 1989 einschließen würde. In der Veranstaltung soll der Wert eines solchen Denkmals in der ehemals geteilten Hauptstadt diskutiert und der Blick auf bestehende Denkmalslösungen in anderen Ländern gerichtet werden.

Nach einer Begrüßung von Anita Gossler, Vorstandsmitglied der UOKG, und einem einführenden Vortrag der Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Anna Kaminsky, diskutieren der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung, Professor Bernd Faulenbach, Christoph Dieckmann (Die Zeit), der stellvertretende Direktor des Instituts für Zeitgeschichte Prag Professor Jiří Kocian, die Parlamentarische Staatssekretärin a. D. Cornelie Sonntag-Wolgast und der Bundesvorsitzende der UOKG, Rainer Wagner das Denkmalsvorhaben. Das Gespräch wird moderiert von Sven-Felix Kellerhoff (Die Welt).

Podiumsdiskussion: Erinnern an die Vergangenheit und Mahnen für die Zukunft
Datum: 11. März 2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Mitveranstalter: Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Zeitschrift "Der Stacheldraht"
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.