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Aktuelle Meldung vom 18.03.2013

11. Gedenkstättentreffen in Kreisau zur Geschichte Ostmitteleuropas

Bundesstiftung Aufarbeitung stellt neuen Band zu Erinnerungsorten für die Opfer von Katyń vor

Das 11. ost-westeuropäische Gedenkstättentreffen im polnischen Krzyżowa / Kreisau findet vom 20. bis 23. März unter dem Titel „Wo beginnt die Erzählung? Übergänge und Zwischenzeiten in den Narrativen der europäischen Geschichte im 20. Jahrhundert“ statt. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Wahrnehmungen und Deutungen der Vergangenheit in den vormals kommunistisch beherrschten Staaten Europas, die in einer gesamteuropäischen Perspektive betrachtet werden. Wie werden geschichtspolitische Auseinandersetzungen in einzelnen Ländern und Institutionen geführt? Wie werden diese von außen wahrgenommen und interpretiert? Institutionen aus verschiedenen Ländern stellen ihre Konzepte zur Vermittlung von Geschichtsbildern zur Diskussion.

Das Gedenkstättentreffen wird 2013 gemeinsam von der Gedenkstätte Stiftung Kreisau, der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Europäischen Netzwerk Erinnerung und Solidarität und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Verbindung mit der Kreisau-Initiative e.V. ausgerichtet. Das jährliche Symposium versteht sich als Forum für einen gesamteuropäischen Erfahrungsaustausch von Vertretern aus der historisch-politischen Bildungsarbeit und der Wissenschaft.

Im Rahmen des vielfältigen Veranstaltungsprogramms präsentiert die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky erstmals den von ihr herausgegebenen Band „Erinnerungsorte für die Opfer von Katyń“. Der neueste Band der Reihe Erinnerungsorte sammelt und beschreibt eine Vielzahl von Denkmälern in aller Welt, die an die 1940 vom sowjetischen NKWD an etwa 22.000 polnischen Offizieren und Zivilisten verübten Massaker erinnern. Der Band wird im April 2013 erscheinen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm unter
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/veranstaltungen-2013-3987.html?id=2016