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Aktuelle Meldung vom 03.04.2013

Neuerscheinung zur Geschichte der Nationalen Volksarmee

Cover der Broschüre "Geschichte der Nationalen Volksarmee" Mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 gab es faktisch kein deutsches Militär mehr. Nach dem Willen der alliierten Streitkräfte sollte das auch so bleiben. Zu den Grundsätzen der Besatzungspolitik gehörten umfangreiche Maßnahmen zur völligen Abrüstung und Entmilitarisierung Deutschlands. Doch schon bald traten Meinungsverschiedenheiten bei der gemeinsamen Umsetzung des Entmilitarisierungs-konzeptes zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion offen zu Tage. Vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges bekam die militärische Frage eine neue Bedeutung. Nur ein Jahrzehnt nach dem Kriegsende begann sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der DDR der Aufbau regulärer Streitkräfte.

Die Geschichte des Militärs in der DDR, der Nationalen Volksarmee (NVA), beleuchtet Rüdiger Wenzke in einer jüngst erschienenen Broschüre. Darin gibt er einen Überblick von der Vorgeschichte über die Gründung der NVA im Januar 1956 bis zu ihrer Auflösung 1990. Die NVA erfüllte nicht nur die Aufgabe, die DDR gegen alle bewaffneten Angriffe von außen zu schützen, sondern hatte auch eine nach innen gerichtete systemstabilisierende und systemerhaltende Aufgabe. Mit ihren repressiven Elementen erfüllte sie eine innenpolitische Sozialisierungsfunktion und trug zur Militarisierung der Zivilgesellschaft bei. Für die SED war sie ein unerlässliches Instrument ihrer Herrschaftssicherung nach außen und nach innen.

Die Publikation wird gemeinsam von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Bundesstiftung Aufarbeitung herausgegeben und kann im Online-Shop gegen eine Schutzgebühr von 2,00 € bestellt werden.