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Aktuelle Meldung vom 08.05.2013

Diskussion: Wie wichtig war Schalck-Golodkowskis „KoKo“ für die DDR?

Studie: „Bereich Kommerzielle Koordinierung“ hat der DDR-Wirtschaft langfristig geschadet

Der Bedeutung des „Bereichs Kommerzielle Koordinierung“ für die DDR-Wirtschaft ist am 16. Mai eine gemeinsame Podiumsdiskussion der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Ch. Links Verlages und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) gewidmet. Der Wirtschaftshistoriker Matthias Judt hat das geheime Wirtschaftsimperium „KoKo“ in seiner neu erschienenen Studie untersucht und dessen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der DDR analysiert.

Den Bereich Kommerzielle Koordinierung (KoKo) und seinen Chef, Alexander Schalck-Golodkowski, umgibt bis heute ein Mythos. Über Jahre handelten an KoKo angeschlossene Firmen mit Waffen und Kunstgütern, beschafften Spionagetechnik für die Staatssicherheit und versorgten die DDR-Volkswirtschaft mit westlichen Erzeugnissen, über die eigentlich Embargos verhängt waren. KoKo war auch am Geschäft mit dem Freikauf politischer Gefangener beteiligt. Dennoch kommt die Studie von Matthias Judt zu dem Fazit, dass der Bereich KoKo langfristig zum Niedergang der DDR-Wirtschaft beigetragen hat.

Mit dem Autoren der aktuellen Studie zum „Bereich Kommerzielle Koordinierung“ Matthias Judt (ZZF Potsdam) diskutieren der Redakteur der Berliner Zeitung Andreas Förster und Hans-Joachim Jeschke, bis 1990 Generaldirektor des VEB Synthesewerk Schwarzheide. Das Gespräch wird moderiert von Verleger Christoph Links.

Podiumsdiskussion: Der Bereich Kommerzielle Koordinierung
Datum: 16. Mai 2013
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Mitveranstalter: Christoph Links Verlag, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.