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Aktuelle Meldung vom 22.05.2013

Diskussion: Auswirkungen nicht anerkannten Unrechts bei SED-Verfolgten

Die Anerkennung gesundheitlicher Folgeschäden politischer Verfolgung ist bis heute umstritten

Das Podiumsgespräch „Verweigerte Anerkennung: Auswirkungen bei SED-Verfolgten“, gemeinsam ausgerichtet von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, thematisiert am Donnerstag, 6. Juni, die Bedeutung gesellschaftlicher Anerkennung von erlittenem Unrecht für Verfolgte des SED-Regimes. Eine besondere Rolle spielt dabei die Anerkennung von gesundheitlichen Folgeschäden.

Die ehemals Verfolgten der SED-Diktatur leiden oft stark an der zum Teil fehlenden politischen und gesellschaftlichen Anerkennung ihres erlittenen Unrechts. Diese verweigerte Anerkennung kann erhebliche gesundheitliche Folgeschäden nach sich ziehen. Der Begriff „Anerkennung“ geht in diesem Zusammenhang auf die Gesellschaftstheorie des Philosophen Axel Honneth zurück, die der wechselseitigen Anerkennung eine zentrale soziale Rolle einräumt.

In der Veranstaltung soll Honneths Anerkennungstheorie auf das SED-Unrecht angewandt und aktuelle Forderungen an Politik und Gesellschaft hergeleitet werden. Der Philosoph Arnd Pollmann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) wird sich dem Thema aus menschenrechtlicher Sicht nähern. Der Direktor der Universitätsklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie Magdeburg Professor Jörg Frommer spricht über die Folgen der Nicht-Anerkennung von gesundheitlichen Folgeschäden politischer Verfolgung. Die Veranstaltung wird von Pfarrer Curt Stauss (DiktaturFolgenBeratung) moderiert.

Podiumsdiskussion: Verweigerte Anerkennung: Auswirkungen bei SED-Verfolgten
Datum: 6. Juni 2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Mitveranstalter: Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Magdeburg; Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Institut für Diktatur-Folgen-Beratung; Gegenwind, Beratungsstelle für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur; Inter Homines, Empowerment und Therapie mit politisch Verfolgten e.V.
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin-Mitte
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.