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Aktuelle Meldung vom 12.06.2013

Diskussion: Hat der Westen die DDR jahrelang wirtschaftlich gestützt?

Neuer Teil der Reihe „2 x Deutschland“ über die Konsequenzen westdeutscher Wirtschaftshilfe

Haben Milliarden D-Mark aus der Bundesrepublik die DDR jahrelang wirtschaftlich stabil gehalten? Dieser bis heute kontrovers diskutierten Frage ist eine Podiumsveranstaltung am 18. Juni gewidmet. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „2x Deutschland“ der Deutschen Gesellschaft e.V., des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die vom Bundesinnenministerium unterstützt wird.

Von Transitpauschalen bis Freikauf, von Krediten bis Postgebühren – auf allen nur erdenklichen Wegen versuchte die DDR, an westliche Devisen zu kommen. Die legendären Milliardenkredite für die DDR, die Franz Josef Strauß zusammen mit DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski 1983/84 einfädelte, galten hierbei als besonders umstritten.

Die Milliardenzahlungen durch die Bundesrepublik hatten einen ambivalenten Charakter: Kurzfristig stabilisierten sie die DDR in wirtschaftlicher Hinsicht, längerfristig wurden damit der Bundesrepublik Möglichkeiten eröffnet, in politischen Belangen auf die DDR einwirken zu können. Ganz aktuell stellt sich immer noch die Frage, welchen politischen Einfluss demokratische Staaten durch ihre Wirtschaftshilfen nehmen können, um einen Wandel in nicht-demokratischen Regimen zu bewirken und wie erfolgreich diese Methode ist.

Nach einem einführenden Vortrag des Historikers Professor Peter Fäßler (Universität Paderborn) diskutieren neben Professor Fäßler der ehemalige Ministerialdirektor im Bundesinnenministerium Rüdiger Kass , die DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und der Wirtschaftshistoriker Professor Jörg Roesler. Das Gespräch wird moderiert von Jacqueline Boysen, Studienleiterin der Evangelischen Akademie zu Berlin.


Veranstaltungsreihe „2x Deutschland“: Milliarden D-Mark für die DDR – Hat der Westen die SED-Diktatur stabilisiert?
Datum: 18. Juni 2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Mitveranstalter: Deutsche Gesellschaft e.V., Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Bundesministerium des Innern
Ort: Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund | Mohrenstraße 64 | 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.


Mit fünf Veranstaltungen wird die erfolgreiche Reihe „2x Deutschland“ in 2013 fortgesetzt. Die nächste Veranstaltung zu Kulturbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR findet am Dienstag, 17. September 2013 statt. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „2x Deutschland“ finden Sie hier:
http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/2x-deutschland-3707.html