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Aktuelle Meldung vom 11.08.2011

Erinnerung an Mauer und Opfer der SED-Diktatur darf keine „Eintagsfliege“ bleiben

Bundesstiftung Aufarbeitung zum 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer

Zum 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer erinnert die Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an die Verbrechen, die durch das SED-Regime bis zum November 1989 verübt wurden. Weit über 1000 Menschen starben bei dem Versuch, die unmenschliche Mauer und die Grenze zwischen Deutschland und Deutschland zu überwinden. Zehntausende wurden verletzt und trugen zum Teil lebenslange Schäden davon. Viele büßten ihre gescheiterten oder verratenen Fluchtversuche mit mehrjährigen Zuchthausstrafen. Die Menschenverachtung des durch nichts zu rechtfertigenden Regimes offenbarte sich an Mauer und Stacheldraht mit besonderer Brutalität.

Rainer Eppelmann, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, sagte mit Blick auf die Folgen des 13. August 1961: „Unser Gedenken bezieht auch die Familien mit ein, die für viele Jahre und Jahrzehnte getrennt wurden. Mit dem Mauerbau machte die SED buchstäblich Millionen Menschen zu Gefangenen und Geiseln eines unmenschlichen Regimes.“

Die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Dr. Anna Kaminsky erklärte: „Ich freue mich über die große öffentliche Resonanz zum 50. Jahrestag des Mauerbaus. Ich hoffe zugleich, dass die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur keine Eintagsfliege bleibt, sondern eine nachhaltige Wirkung entfaltet.“ Die Aufarbeitung des DDR-Unrechts bleibe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Vor allem durch Bildungsarbeit sei es möglich, das Unrecht der Diktatur und den Wert der Demokratie immer wieder bewusst zu machen. „Insbesondere die jungen Generationen müssen erfahren, was der SED-Staat wirklich war. Nur so erkennen Sie den Wert ihrer eigenen Freiheit“, sagte Dr. Anna Kaminsky.