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Aktuelle Meldung vom 24.06.2013

Zum Empfang beim Staatspräsidenten Bulgariens Rossen Plewneliew

Die zehnte Studienfahrt der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur führt in diesem Jahr nach Sofia, Bulgarien. Am heutigen Montag, den 24. Juni 2013, war die Delegation zum Empfang bei Staatspräsident Rossen Plewneliew eingeladen. Der Präsident berichtete von seinem Engagement, die kommunistische Vergangenheit Bulgariens aufzuarbeiten. So soll in den nächsten Jahren ein Museum zur Geschichte Bulgariens im 20. Jahrhundert entstehen und die Arbeit der Kommission zur Aufarbeitung der Tätigkeit des bulgarischen Staatssicherheitsdienstes gestärkt werden. In einer anregenden Gesprächsrunde wurden Erfahrungen bei der Auseinandersetzung mit der je eigenen Landesgeschichte ausgetauscht. Dabei ging es auch um die Besonderheiten im bulgarischen Transformationsprozess nach 1989, die dazu geführt haben, dass es bisher keine ausgeprägte Erinnerungskultur an die Verbrechen des Kommunismus zwischen 1944 und 1989 gibt. Um dem Prozess der Vergangenheitsbewältigung neue Impulse zu verleihen, wurde eine verstärkte internationale Vernetzung und Zusammenarbeit sowie die Einrichtung von zivilgesellschaftlichen Aufarbeitungsinitiativen angeregt.

Gruppenbild: Empfang bei Rossen Plewneliew, Staatspräsident Bulgariens, am 24.6.2013. © Bundesstiftung Aufarbeitung

Rossen Plewneliew © Bundesstiftung Aufarbeitung
V.l.n.r.: Markus Meckel, Dr. Anna Kaminsky, Rossen Plewneliew © Bundesstiftung Aufarbeitung