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Aktuelle Meldung vom 29.08.2013

Rassismus und Anti-Pluralismus im geteilten und vereinigten Deutschland

Vortrag und Diskussion über Ursachen rassistischer Gewalt in Deutschland nach 1945

Auch nach dem Ende der NS-Herrschaft wurden Menschen in Deutschland aufgrund ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung, Behinderung oder Religion stigmatisiert und drangsaliert. Allein seit der deutschen Einheit im Jahr 1990 – so das Ergebnis neuer Recherchen – wurden über 250 Kinder, Frauen und Männer wegen ihrer Herkunft, ihrer Überzeugungen oder ihres Lebensstils getötet.

Mit einem Vortrag und einer anschließenden Podiumsdiskussion greift die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am Montag, dem 2. September dieses brisante Thema erneut auf, das nicht erst seit der Aufdeckung der NSU-Terrorgruppe eine bedrückende Aktualität besitzt.

Der Vortrag von Dr. Harry Waibel beschäftigt sich mit den Ursachen und der Geschichte von Rassismus und Anti-Pluralismus im angeblich „antifaschistischen Staat“ der SED und fragt nach Unterschieden und Parallelen zur alten Bundesrepublik. In der Podiumsdiskussion mit Anetta Kahane, Geschäftsführerin der Amadeu Antonio Stiftung, und Prof. Wilfried Schubarth, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Potsdam, wird auch die Frage aufgegriffen, wie sich die Situation heute im Ost-West-Vergleich darstellt und welche Ansätze bildungspolitischer Intervention erfolgversprechend sind. Das Gespräch wird moderiert von Justus Kliss (rbb).

Diskussion: Rassismus und Anti-Pluralismus im geteilten und vereinigten Deutschland
Datum: Montag, 2. September 2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.