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Aktuelle Meldung vom 10.09.2013

Podiumsdiskussion: Kultur – Waffe im Klassenkampf oder Bindeglied im geteilten Deutschland?

Neue Veranstaltung der Reihe „2x Deutschland“ zu den innerdeutschen Kulturbeziehungen

Die kulturpolitischen Beziehungen zwischen Bundesrepublik und DDR thematisiert am 17. September die aktuelle Podiumsdiskussion aus der Reihe „2x Deutschland“, die gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft e.V., dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums organisiert wird.

Am 6. Mai 1986 konnte ein Kulturabkommen zwischen beiden deutschen Staaten unterzeichnet werden, das unter anderem den Austausch in den Bereichen Musik, Film, Bildende Kunst, Wissenschaft und Verlagswesen regelte. Der Weg zu diesem Abkommen war lang und mühsam gewesen, die Verhandlungen hatten bereits 1973 begonnen. Vor allem die Ausbürgerung Wolf Biermanns und der Konflikt um die Rückführung von Kulturgütern verhinderten lange Zeit ein offizielles Abkommen zwischen der Bundesrepublik und der DDR.

Auch die politischen Ziele widersprachen sich grundlegend: Die DDR wollte ihr internationales Ansehen steigern und zugleich ihre These der zwei deutschen Kulturnationen unterstreichen. Die Bundesrepublik ging dagegen weiterhin von einer Nation mit unteilbarer Kultur aus und zielte darauf ab, den nationalen Zusammenhalt zu erhalten sowie durch Kunst und Kultur einen gesellschaftlich-politischen Wandel in der DDR zu befördern. Aus Angst vor westlicher Einflussnahme wurde der Kulturaustausch von der SED-Führung ideologisch überfrachtet und umfassend reglementiert.

Wie wirkte sich das Kulturabkommen, in dessen Folge etwa einige bemerkenswerte Ausstellungen organisiert werden konnten, tatsächlich auf die deutsch-deutschen Beziehungen aus? Nach einem einführenden Vortrag von Professor Günther Rüther (Konrad-Adenauer-Stiftung) diskutiert dieser mit Regierungsdirektor Heinz Eilers, ehemals Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, dem Verleger Elmar Faber, der u.a. von 1983 bis 1992 Leiter des Ost-Berliner Aufbau-Verlags war, und dem Schriftsteller Rolf Schneider. Das Gespräch wird moderiert von Maria Ossowski, Kulturkorrespondentin der ARD.

Veranstaltungsreihe 2x Deutschland: Kultur - Waffe im Klassenkampf oder Bindeglied im geteilten Deutschland?
Datum: Dienstag, 17. September 2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Mitveranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Bundesministerium des Innern, Deutsche Gesellschaft e.V.
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.