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Aktuelle Meldung vom 25.09.2013

Bundesstiftung Aufarbeitung zum Tag der Deutschen Einheit 2013

Mit Blick auf den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober mahnt die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung eine verstärkte Auseinandersetzung mit bislang verdrängten oder weithin unbekannten Aspekten der geteilten deutschen Geschichte nach 1945 und der innerdeutschen Beziehungen an: „In jüngster Zeit haben Enthüllungen über die Praxis westdeutscher Unternehmen für Aufsehen gesorgt, die SED-Diktatur als verlängerte Werkbank oder Testlabor zu nutzen. Der Einsatz von politischen Häftlingen für Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen oder die Medikamentenversuche westdeutscher Pharmaunternehmen in DDR-Krankenhäusern haben eine dunkle Seite der innerdeutschen Beziehungen öffentlich gemacht, die unbedingt weiterer Forschungen bedarf.“ Der 23. Tag der deutschen Einheit sei ein gutes Datum um sich zu vergegenwärtigen, dass das vereinte Deutschland auf eine im doppelten Wortsinn geteilte Nachkriegsgeschichte blickt, der wir uns gemeinsam stellen müssen, sagte Anna Kaminsky weiter.

Angebote zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beim Bürgerfest in Stuttgart

Beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit wird die Bundesstiftung Aufarbeitung wieder mit einem eigenen Informationsstand vertreten sein und ihre Bildungsangebote und Publikationen präsentieren. Zwischen den Pavillons von Bundestag und Bundesregierung auf dem Stuttgarter Schlossplatz freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung auf zahlreiche interessierte Besucher.

Zeitgleich werden in Stuttgart zudem zwei Ausstellungen der Bundesstiftung Aufarbeitung gezeigt. Karstadt präsentiert im Sporthaus am Bahnhof die Ausstellung „Da war mal was…“ des Comiczeichners Flix. Auf 20 großflächigen Plakaten erzählen gezeichnete Geschichten von der Zeit der deutschen Teilung. Im Karstadt Warenhaus in der Königstraße ist die Ausstellung „Die Mauer – Eine Grenze durch Deutschland“ der Bundesstiftung Aufarbeitung zu sehen. Die Plakate fassen die Geschichte von innerdeutscher Grenze und Berliner Mauer zusammen. Die Ausstellung zeigt eindrückliche Fotos und Dokumente aus den Archiven, die teilweise erstmals nach Jahrzehnten wieder gezeigt werden.