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Aktuelle Meldung vom 27.11.2013

1989/90 – Friedliche Revolution und das Ende des Kalten Krieges

Podiumsdiskussion zu den politischen Folgen der Entspannungs- und Abrüstungspolitik

Der Zusammenhang zwischen der Friedlichen Revolution in der DDR 1989 und dem Ende des Kalten Krieges ist am 4. Dezember Thema einer gemeinsamen Podiumsdiskussion des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Nach einer Einführung des Historikers Wilfried Loth diskutiert dieser mit dem Publizisten György Dalos, dem Historiker Jürgen Kocka und Markus Meckel, letzter DDR-Außenminister und Ratsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, über die Entwicklungen, die den historischen Epochenbruch von 1989/90 bedingt haben. Das Gespräch wird moderiert von Harald Asel (rbb-Inforadio).

Im kommunistischen Machtbereich hatten sich die politischen Rahmenbedingungen 1989 bereits fundamental gewandelt: Nach einer Phase der Hochrüstung zu Beginn der 1980er-Jahre hatte der sowjetische Staats- und Parteichef Michael Gorbatschow die Breschnew-Doktrin und damit das imperiale Hegemoniestreben der Sowjetunion aufgegeben. Auch für Honecker sollten, anders als noch beim Volksaufstand vom 17. Juni 1953, keine russischen Panzer mehr rollen.

Vor diesem Hintergrund erkannten zahlreiche Menschen in der DDR ihre Chancen. Erst langsam und tastend, dann aber schnell und nachdrücklich beseitigten sie die SED-Herrschaft. Die Supermächte rüsteten ab und erklärten schließlich das Ende des Kalten Krieges, ohne dass es wohl keine deutsche Einheit und keine EU-Osterweiterung gegeben hätte.

Podiumsdiskussion: 1989/90 – Friedliche Revolution und Ende des Kalten Krieges
Datum: 4. Dezember 2013
Uhrzeit: 18 Uhr
Veranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.