Aktuelles

Aktuelle Meldung vom 28.11.2013

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur begrüßt Koalitionsvertrag

Stiftungsarbeit wird finanziell stabilisiert, Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte bleibt dauerhafte Aufgabe

Nach Bekanntwerden des Koalitionsvertrages von Unionsparteien und SPD begrüßt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die getroffenen Vereinbarungen zum Umgang mit der jüngeren deutschen Geschichte: „Die Zusage der Koalition, die Arbeit der Bundesstiftung Aufarbeitung finanziell zu stabilisieren, wird uns hoffentlich auch künftig in die Lage versetzen, unsere Projektförderung im bisherigen Umfang fortsetzen zu können. Darüber freuen wir uns sehr“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

Bedingt durch die anhaltende Niedrigzinsphase muss die Stiftung bei den Zinserträgen aus dem Stiftungsvermögen allein 2014 mit einem Ausfall von mehr als einer Million Euro rechnen. Diese Mittel würden bei der bundesweiten Projektförderung 2014 dringend fehlen. Mehr als die Hälfte des Jahresetats der Bundesstiftung Aufarbeitung fließt in die Finanzierung von Vorhaben zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktaturen. Im laufenden Jahr 2013 stellt die Stiftung rund drei Millionen Euro Fördermittel für Projekte, Stipendien und die Arbeit der Opferverbände zur Verfügung.

„Ebenso erfreulich sind die Zusagen der Koalition zur Unterstützung der Opfer der SED-Diktatur und wichtiger Institutionen der deutschen Aufarbeitungslandschaft“, sagte Anna Kaminsky. Der Vertrag nennt unter anderem die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, sie wird in die institutionelle Förderung des Bundes aufgenommen, und die Robert-Havemann-Gesellschaft, deren Archiv der DDR-Opposition dauerhaft gesichert werden soll. Die ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin- Lichtenberg soll künftig als Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand fungieren.

„Weitere Ziele der Koalition, etwa die Wissensvermittlung durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit, um den vorhandenen Wissensdefiziten Jugendlicher über die Diktaturen des 20. Jahrhunderts zu begegnen, wird die Bundesstiftung Aufarbeitung mit ihrer Arbeit weiterhin nach Kräften unterstützen“, sagte Anna Kaminsky.