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Aktuelle Meldung vom 06.12.2013

Zum Tod von Nelson Mandela

Mit dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela starb am Donnerstag einer der weltweit bedeutendsten Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte. Insgesamt 27 Jahre war Mandela wegen seines Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika inhaftiert. Nach seiner Freilassung 1990 setzte er sich gemeinsam mit dem damaligen südafrikanischen Präsidenten Frederik Willem de Klerk erfolgreich für ein friedliches Ende des Apartheidregimes ein. Für dieses Engagement wurden Mandela und de Klerk 1993 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Durch die Autorität seiner Persönlichkeit und Leidensgeschichte hat Nelson Mandela der Freiheit einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Er wird immer für die Überwindung der Rassentrennung in Südafrika und das Beschreiten eines eigenen Weges zur Aufarbeitung der Vergangenheit stehen.

Nachdem Nelson Mandela bei den ersten freien Wahlen in Südafrika 1994 Präsident des Landes geworden war, setzte er 1996 die Wahrheits- und Versöhnungskommission (Truth and Reconciliation Commission) ein, die politisch motivierte Verbrechen des Apartheidära verhandelte. Das Ziel der Kommission unter Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu war es, Opfer und Täter in einen Dialog zu bringen, über die begangenen Verbrechen aufzuklären und damit eine Grundlage für die Versöhnung der zerstrittenen Bevölkerungsgruppen zu schaffen.