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Aktuelle Meldung vom 12.03.2014

Zeitzeugen für Forschungsprojekt "Klinische Arzneimittelforschung" gesucht

Über Jahre fanden in der DDR Arzneimittelstudien im Auftrag westlicher Pharmaunternehmen statt. Die Hintergründe der rund 500 bekannten Fälle von staatlich kontrollierter klinischer Auftragsforschung sind bis heute jedoch nur wenig bekannt. Die Berliner Charité hat deshalb im Juni 2013 ein Forschungsprojekt gestartet, das die Durchführung, Auswertung und Verwendung der Studien klären soll.

Die Erinnerungen von Zeitzeugen sind dabei von besonders großer Bedeutung. Gesucht werden deshalb damals beteiligte Experten, Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Personal oder Vertreter der pharmazeutischen Industrie sowie ehemalige Probandinnen oder deren Angehörigen, die als Zeitzeugen über die Arzneimittelstudien oder die Aufklärung und Einwilligung der Probanden berichten können.

Zu diesem Zweck wird auf der Webseite der Charité ein Fragebogen für ehemalige Probanden zum Download angeboten und über Möglichkeiten der Kontaktaufnahme informiert. Weitere Informationen gibt es unter http://medizingeschichte.charite.de/forschung/arzneimittelforschung_in_der_ddr/zeitzeugeninterviews/

Das Forschungsprojekt "Klinische Arzneimittelforschung im Auftrag westlicher Pharmahersteller in der DDR, 1961-1989" wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, der Bundesärztekammer, den Landesärztekammern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Saarland, Sachsen , dem Verband forschender Arzneimittelhersteller, dem Bundesverband der pharmazeutischen Industrie und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.