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Aktuelle Meldung vom 10.07.2014

Ukraine: Ausstellung zu Diktatur und Demokratie wird landesweit gezeigt

Mehr als zehn Städte zeigen Schau zur Auseinandersetzung von Diktatur und Demokratie seit 1914

Die ukrainische Fassung der Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“ wird bis zum Herbst 2014 in mehr als zehn Städten der Ukraine gezeigt werden. Die erste Ausstellung ist seit Dienstag, 8. Juli in der Stadt Kryvyi Rih zu sehen. Es folgen Ausstellungen unter anderem in Kiew, Odessa und Lwiw (Lemberg), aber auch im Osten des Landes, etwa in Donezk, Poltava und Charkow. „Wir hoffen, dass unsere Ausstellung einen Beitrag leisten kann, einen demokratischen Weg der Ukraine zu unterstützen“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Anna Kaminsky.

Die Ukraine und ihre Bevölkerung haben unter den Extremen des 20. Jahrhunderts besonders schwer leiden müssen: Im Holodomor 1932/33 verhungerten in der Ukraine unter Stalins Herrschaft Millionen Menschen. Die deutschen Besatzungstruppen verübten während des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine schwere Verbrechen und ermordeten im Holocaust Hunderttausende Juden. Hundertausende Ukrainer wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt.

Die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“ wird gemeinsam von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Institut für Zeitgeschichte und Deutschlandradio Kultur herausgegeben. Die Übersetzung der Ausstellungstexte ins Ukrainische wurde von der Deutschen Botschaft in Kiew besorgt. Das Auswärtige Amt hat darüber hinaus neun weitere Sprachfassungen ermöglicht. Die Ausstellungen in der Ukraine werden unter anderen vom Museum „Jewish Memory and Holocaust in Ukraine“, dem Deutschen Generalkonsulat Donezk, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen sowie von der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung organisiert.

Die Ausstellung greift zentrale Themen des Erinnerungsjahres 2014 vom Ausbruch des 1. Weltkriegs 2014 bis in die Gegenwart auf. Die Schau thematisiert insbesondere das Ringen zwischen den totalitären Bewegungen des 20. Jahrhundert und den demokratischen Kräften in Europa.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/ausstellung2014