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Aktuelle Meldung vom 11.08.2014

13. August 1961: Nur die Hälfte der Deutschen kennt Datum des Mauerbaus

Repräsentative Umfrage der Bundesstiftung Aufarbeitung zeigt Wissenslücken bei Jugendlichen

50 Prozent der Deutschen verbinden den 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer, das ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. 31 Prozent der Befragten ordnen das Datum anderen Ereignissen zu, jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) kann mit dem 13. August 1961 kein historisches Ereignis verbinden.

Bei Älteren ist das Datum deutlich präsenter als bei Jüngeren: 61 Prozent der über 60jährigen kennen den 13. August 1961 als Tag des Mauerbaus, aber nur 32 Prozent der 14- bis 29-jährigen. „Die Umfrageergebnisse bestätigen einen Trend: Jugendliche wissen häufig wenig über die deutsche Teilung und die Geschichte der kommunistischen Diktatur in der DDR“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky. „Schülerinnen und Schüler sollten den Mauerbau am 13. August 1961 kennen und einordnen können, wenn sie die Schule verlassen. Dazu sollten die deutsche Nachkriegsgeschichte und die Geschichte der Diktatur in der DDR stärker in Abitur- und Abschlussprüfungen im Fach Geschichte verankert werden“, sagte Anna Kaminsky.

Die Umfrage zeigt auch, dass das Wissen um den 13. August 1961 im Osten Deutschlands mit 69 Prozent deutlich weiter verbreitet ist als im Westen Deutschlands mit 45 Prozent.

Bewertung des Mauerbaus: Massenhafte Flucht in Richtung Westen sollte unterbunden werden

Bei der historischen Bewertung des Mauerbaus stimmt eine 75-prozentige Mehrheit der Deutschen der Erklärung zu, dass die Errichtung der Mauer die massenhafte Flucht von Ost nach West unterbinden und so den Zusammenbruch des DDR-Systems verhindern sollte. Deutlich weniger Zustimmung (22 Prozent) findet die Ansicht, dass die DDR-Führung mit dem Mauerbau die Einmischung des Westens in die Angelegenheiten der DDR unterbinden und damit den Ost-West-Konflikt entschärfen wollte. Dieser an die Erklärungsmuster des SED-Regimes angelehnten Auffassung stimmen die Befragten in Ostdeutschland (27 Prozent) etwas mehr zu als die Westdeutschen (20 Prozent). Die Aussage, dass der Mauerbau dem Erhalt des Friedens dienen sollte, stimmen die Jüngeren mehr zu als die Älteren zu: Während nur 15 Prozent der über 60-jährigen diese Erklärung für plausibler halten, sind es bei den 14- bis 29-jährigen 32 Prozent.

Deutsche Teilung und Friedliche Revolution. Eine Studie von Infratest Dimap im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur:
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Tabellarische Übersicht [100 KB]