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Aktuelle Meldung vom 25.08.2014

„Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ – Waren Frauen in der DDR gleichberechtigt?

Podiumsdiskussion über die Rolle der Frau zwischen staatlichem Anspruch und Lebenswirklichkeit

Unter dem Titel „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ diskutieren am 2. September um 18 Uhr Wissenschaftlerinnen und Zeitzeuginnen über die Rolle der Frauen in der DDR.

Die soziale, ökonomische und politische Gleichstellung der Geschlechter war in der DDR offizielles Staatsziel mit Verfassungsrang. Sie wurde als wichtige sozialistische Errungenschaft propagiert und teilweise auch realisiert. So war etwa die Berufstätigkeit von Frauen eine Selbstverständlichkeit. Es gelang allerdings nur wenigen Frauen, Spitzenpositionen in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Kultur zu erreichen.

Zwischen dem gesellschaftspolitischen Anspruch und der tatsächlichen Lebenswirklichkeit bestand darüber hinaus in vielen Fällen eine Kluft: Frauen übernahmen in der Regel neben der Berufstätigkeit traditionelle Aufgaben in der Familie, die Führung des Haushalts, Einkauf, Weiterbildung und Mitarbeit in gesellschaftlichen Organisationen.

Über den Spagat zwischen den gesellschaftspolitischen Anforderungen und den tatsächlichen Entwicklungsmöglichkeiten diskutieren Marianne Birthler, ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen; Professorin Dagmar Schipanski, ehemalige Präsidentin des Thüringer Landtags; die Soziologin Professorin Hildegard Maria Nickel (HU Berlin) und die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky. Das Gespräch wird moderiert von Regina Mönch (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Die Veranstaltung ist Teil der fünfteiligen Reihe “Erinnerungsort DDR. Alltag. Herrschaft. Gesellschaft“, die sich dem Spannungsfeld von Alltagsleben und Herrschaft in der DDR widmet. Sie wird gemeinsam vom Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Deutschen Gesellschaft e.V. und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED- Diktatur ausgerichtet. Weitere Informationen finden Sie hier: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/erinnerungsort-ddr-4613.html

Podiumsdiskussion: „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“. Frauen in der DDR
Veranstalter: Der Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Deutsche Gesellschaft e.V., Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED- Diktatur
Datum: Dienstag, 2. September 2014
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.