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Aktuelle Meldung vom 17.09.2014

Konferenz über die Erinnerung an den Totalitarismus im heutigen Russland und Deutschland in der Gedenkstätte "Perm 36"

Mit großer Aufmerksamkeit hat die Bundesstiftung Aufarbeitung in den vergangenen Monaten die Nachrichten zum Umgang mit der einzigen Gulag-Gedenkstätte in der Russischen Föderation, dem Museum zur Geschichte der politischen Repression in Perm 36, verfolgt. Daher möchten wir an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und auf eine deutsch-russische Konferenz aufmerksam machen, die vom 1. bis 7. Dezember 2014 in "Perm 36" stattfinden wird und für die sich Interessenten bis zum 28. September 2014 anmelden können.

Die Konferenz steht unter der Überschrift "Lehren der Vergangenheit: Totalitarismus in Museen, Memorialen und Media in Russland und Deutschland heute" und wird vom Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Moskau, der AG Zivilgesellschaft des Petersburger Dialogs gemeinsam mit dem Russischen Staatsarchiv für sozial-politische Geschichte (RGASPI), dem Museum "Perm-36" und mit Unterstützung des Menschenrechtsrats beim Präsidenten der Russischen Föderation organisiert. Sie richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Doktoranden und Postdocs aller Fachrichtungen aus Deutschland und Russland, die sich mit den folgenden Themen wissenschaftlich befassen:

- Erinnerung an Gewalt und Verbrechen totalitärer Regime des 20. Jahrhunderts;
- Gedenkstättenarbeit und Umgang mit KZ Memorialien;
- Alltag und Totalitarismus;
- Totalitarismus im Spiegel der Geisteswissenschaften: Forschungsfelder, Begriffe, Methoden und Kontroversen.

Die Konferenz fragt nach Strategien und Praktiken des Erinnerns an den Totalitarismus im modernen Russland und Deutschland unter besonderer Berücksichtigung von Museumsarbeit und Medien-Berichterstattung. Im Mittelpunkt stehen die Zeit des Stalinismus, des Nationalsozialismus und die Frühphase der DDR. Durch eine vergleichende Betrachtung sollen Gemeinsamkeiten sowie Spezifika mit Blick auf die sowjetische und deutsche Geschichte erarbeitet werden. Besondere Berücksichtigung finden dabei die Entwicklung der entsprechenden Geschichtsschreibung wie auch die Entstehung der jeweiligen Erinnerungs- und Geschichtskultur in Deutschland und Russland.

Die Konferenz bietet allen Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre wissenschaftliche Arbeit in Form eines Kurzreferates vorzustellen und zu diskutieren. Ferner ist ein Rahmenprogramm bestehend aus Vorträgen und Exkursionen vorgesehen. Dabei werden die Teilnehmenden von führenden Historikern, Politologen, Soziologen und Kulturwissenschaftlern aus Russland und Deutschland begleitet.

Die Kosten für die An- und Abreise von Deutschland nach Perm sowie für die Teilnahme an der Konferenz einschließlich Unterkunft und Verpflegung werden von den Veranstaltern übernommen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist Sonntag, der 28. September 2014.

Detaillierte Informationen zur Bewerbung und Kontaktdaten finden Sie auf der Webseite der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Moskau.