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Aktuelle Meldung vom 31.10.2014

Vortrag: Jörg Baberowski über die Sowjetunion im Jahrhundert der Moderne

In seinem Vortrag „Die Sowjetunion im Jahrhundert der Moderne“ stellt der Historiker Jörg Baberowski, Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin, am 5. November das für die Sowjetunion prägende Spannungsfeld zwischen modernen Ansprüchen und vormodernen Praktiken in den Mittelpunkt: Einerseits war die Sowjetunion ein Produkt der Moderne, entstanden aus dem Anspruch, Rückständigkeit zu überwinden und das Menschenglück zu verwirklichen. Tatsächlich produzierten ihre Herrscher Gewalt und verwalteten den Mangel. Als Importeur westlicher Fortschrittsmodelle verwandelte sich die Sowjetunion in einen Exporteur vormoderner Herrschaftstechniken.

Der öffentliche Vortrag von Jörg Baberowski ist der zweite Teil der Reihe „»Das Jahrhundert vermessen« Signaturen – Umbrüche – Kontinuitäten“ des Lehrstuhls Neueste und Zeitgeschichte der HU Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. In insgesamt elf Veranstaltungen werden unterschiedliche Perspektiven auf das 20. Jahrhundert entwickelt, von „Aufstieg und Krisen des Sozialstaats“ (Dr. Winfried Süß) über die Betrachtung des „Jahrhunderts der Zwangsmigration“ (Prof. Dr. Jochen Oltmer) bis zum „Siegeszug der Konsumgesellschaft“ (Prof. Dr. Heinz-Gerhart Haupt). Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Das Jahrhundert vermessen“ finden Sie hier: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/jahrhundert-vermessen-4842.html

Öffentlicher Vortrag: Die Sowjetunion im Jahrhundert der Moderne
Veranstalter: Lehrstuhl Neueste und Zeitgeschichte der HU Berlin, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Mittwoch, 5. November 2014
Uhrzeit: 18:15 Uhr
Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.