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Aktuelle Meldung vom 06.11.2014

„Zeitenwende – Lebenswende“: Lesung und Gespräch mit Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig

Die Schauspieler Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig verbindet weit mehr als ihr Beruf und ihre Herkunft aus der DDR. Beide haben vor und nach der Friedlichen Revolution vor 25 Jahren erfolgreiche Karrieren gemacht, zudem sind beide seit 2003 miteinander verheiratet. Unter dem Titel „Zeitenwende – Lebenswende“ reflektieren Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig am Mittwoch, 12. November, ihre Erfahrungen aus der DDR, aus der Umbruchszeit 1989/90 und im vereinigten Deutschland.

Rüdiger Joswig war nach seiner Ausbildung an der Theaterhochschule Leipzig ein gefragter Schauspieler in der DDR. Nachdem er 1982 einen Ausreiseantrag gestellt hatte, wurde er jedoch mit Berufsverbot belegt. Über vier Jahre musste er sich unter anderem als Tellerwäscher durchschlagen, erst 1986 konnte er in die Bundesrepublik ausreisen und dort eine neue Schauspielkarriere aufbauen. Claudia Wenzel blieb als Schauspielerin in der DDR, sie beteiligte sich 1989 an den Leipziger Montagsdemonstrationen.

Nach einer Einführung durch die Geschäftsführerin der Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky, werden Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig in einer Lesung mit anschließendem Gespräch eine sehr persönliche Bilanz ihrer jeweiligen Lebenserfahrungen ziehen, die weit über das Private hinausgeht. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „So hoch war die Mauer. Berliner Mauerbilder 1990 – 1992“ von Manfred Wenzel statt.

„Zeitenwende – Lebenswende“: Lesung und Gespräch mit Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig

Veranstalter: Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Mittwoch, 12. November 2014
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Landesvertretung Sachsen-Anhalt | Luisenstraße 18 | 10117 Berlin
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.