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Aktuelle Meldung vom 19.01.2015

„Ein Piratenstück“: Neues Buch von Doris Liebermann erschienen

Im Mitteldeutschen Verlag ist das von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Buch „Ein Piratenstück. Der 1. Leipziger Herbstsalon 1984, seine Vorgeschichte und seine Protagonisten“ von Doris Liebermann neu erschienen.

Im November 1984 gelang sechs Leipziger Künstlern das Piratenstück, mit dem sie die DDR-Bürokratie ausmanövrieren konnten: Im „1. Leipziger Herbstsalon“ zeigten sie in Eigenregie neue und unangepasste Kunst von Malern oder Filmemachern. Damit wollten sie die verkrusteten Strukturen des DDR-Kulturbetriebs aufbrechen und zeigen, dass in der DDR neben der staatlich geförderten Kunst auch andere künstlerische Formsprachen existierten. Rund zehntausend Menschen besuchten die Ausstellung, die Partei- und Verbandsfunktionäre vergeblich zu verhindern suchten. Erst ein Jahr später wurde die Veranstaltung als „konterrevolutionär“ abgestempelt.

Die Autorin Doris Liebermann hat für den Band ausführlich mit den beteiligten Künstlern Lutz Dammbeck, Hans-Hendrik Grimmling, Günter Firit, Frieder Heinze, Günther Huniat und Olaf Wegewitz sowie Besucherinnen und Besuchern der legendären Ausstellung gesprochen. Darüber hinaus hat sie Akten, Aufzeichnungen und Fotos gesichtet und ausgewertet.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.

Liebermann, Doris: Ein Piratenstück. Der 1. Leipziger Herbstsalon 1984, seine Vorgeschichte und seine Protagonisten. Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2014.