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Aktuelle Meldung vom 02.04.2015

Ausschreibung bis 15. Mai: Georgisch-deutsche Sommerschule „Stalins letzte Massengräber“

Das Verhältnis zwischen Deutschland und Georgien ist durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie vielfältige Austauschbeziehungen - nicht zuletzt auf akademischem Gebiet - geprägt. Diese Basis ermöglicht es, gemeinsam zurückzuschauen und sich aus wissenschaftlicher Perspektive auch mit schwierigen Kapiteln der Geschichte zu beschäftigen. Ein solches stellt der stalinistische Terror in der frühen Sowjetzeit dar. Obwohl dieser auch in Georgien mit staatlicher Gewalt und massenhaften Erschießungen einherging, ist seine Geschichte bislang kaum aufgearbeitet worden. Nicht einmal die Lage der meisten Massengräber ist bekannt.

Im Rahmen eines längerfristigen Projektes werden diese Erschießungen derzeit in Georgien rekonstruiert, verbunden mit der Lokalisierung und Untersuchung der Massengräber. Dabei stellt sich die Frage, wie mit den Gräbern in Zukunft umgegangen werden soll. Welche Rolle kann und soll ihnen im Rahmen einer nationalen, europäischen oder sogar globalen Erinnerungskultur zukommen? Und auf welche Weise können diese Orte der Geschichte sinnvoll in Erinnerungsorte transformiert werden?

Im Rahmen einer Sommerschule werden sich jeweils 10 Studierende und Promovierende aus Deutschland und Georgien gemeinsam mit Wissenschaftler/innen und Mitarbeiter/innen von Gedenkstätten, Museen, Stiftungen und NGOs diesen Fragen widmen. Ziel ist die Erarbeitung von konkreten Vorschlägen und Empfehlungen zum Umgang mit den Massengräbern. Ein im Anschluss an die Sommerschule publizierter Ergebnisband gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Aufsätze zu publizieren.

Interessenten finde weitere Informationen zur Bewerbung in der detaillierten Ausschreibung [510 KB]. Die Bewerbungen sollen bis zum 15. Mai 2015 per E-Mail eingereicht werden.

Die Veranstaltungssprache ist Englisch, die Reisekosten werden erstattet. Die Kosten vor Ort (für Unterkunft, Verpflegung, etc.) tragen die Veranstalter.