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Aktuelle Meldung vom 04.06.2015

25 Jahre Treuhand, 25 Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

25 Jahre nachdem die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990 in Kraft getreten ist, diskutieren politisch verantwortliche Zeitzeugen und Experten am 11. Juni im Bundeswirtschaftsministerium den historischen Meilenstein auf dem Weg zur deutschen Einheit.

Mit der Einführung der D-Mark in der DDR , dem Umbau der Planwirtschaft sowie der Sozialversicherung wurden 1990 die Weichen für die deutsche Einheit gestellt. Der damalige Plan der Bundesregierung gründete angesichts der rasanten gesellschaftlichen Entwicklung und der gewaltigen wirtschaftlichen Probleme in der DDR vor allem auf politischen Erwägungen. Ökonomische und währungspolitische Bedenken blieben in den Verhandlungen im Hintergrund. Nicht zuletzt deshalb war die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Politik und Öffentlichkeit nicht unumstritten.

Nach Einführungen des Wirtschaftsstaatsekretärs Rainer Sontowski und des Wirtschaftshistorikers Professor Werner Abelshauser diskutieren der ehemalige Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Johannes Ludewig, Professor Richard Schröder (1990 SPD-Fraktionsvorsitzender in der Volkskammer) und Werner Schulz (1990 Volkskammerabgeordneter Bündnis 90) über das weitreichende Vertragswerk. Moderiert wird das Gespräch von der Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann.

Informationen und Quellen zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion bietet auch die Webseite „Aufbruch und Einheit. Die letzte DDR-Regierung“ der Bundesstiftung Aufarbeitung unter:
www.deutsche-einheit-1990.de/ministerien/ministerium-fuer-finanzen/wirtschafts-waehrungs-und-sozialunion/

Der größte Konzern der Welt auf Zeit: 25 Jahre Treuhandanstalt

Ein weiteres zentrales wirtschaftspolitisches Datum ist die Verabschiedung des Treuhandgesetzes am 17. Juni 1990, mit dem die volkseigenen Betriebe der DDR in Privateigentum überführt wurden. Pünktlich zum Jahrestag hat der Historiker Marcus Böick, Stipendiat der Bundesstiftung Aufarbeitung, den Band „Die Treuhandanstalt 1990-1994“ vorgelegt. Darin gibt Böick einen knappen Überblick der Geschichte der Treuhand, ihrer Leitungen und Skandale. Erschienen ist der Band in der gemeinsamen Schriftenreihe der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
Rezensionsexemplare können bei der Pressestelle angefordert werden.

Podiumsdiskussion: Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion
Veranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Bundesstiftung Aufarbeitung
Datum: Donnerstag, 11. Juni 2015, 19 Uhr
Ort: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Berlin-Mitte | Eingang Invalidenstr. 48, Eichensaal | 10115 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.