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Aktuelle Meldung vom 01.07.2015

Lesung und Diskussion »Dealing with the communist past in Albania« am 7. Juli 2015

Wir freuen uns, dass am 7. Juli 2015 eine Diskussion zum Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit in Albanien („Dealing with the communist past in Albania“) mit Tereza Cuni in der Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert stattfinden wird.

Tereza Cuni ist Teilnehmerin im internationalen Austauschprogramm »Memory Work«, das 2015 zum ersten Mal von der Bundesstiftung Aufarbeitung durchgeführt wird. Sie leitet die Gedenkstätte für Opfer kommunistischer Verfolgung in Shkodra, die im September 2014 eröffnet wurde.

Die kritische Aufarbeitung des kommunistischen Regimes in Albanien macht seit dessen Sturz 1990/91 nur langsame Fortschritte. Enver Hoxhas hatte 1944 unter Ausschaltung jeglicher Opposition eine besonders repressive Form der kommunistischen Einparteienherrschaft etabliert. Bis in die frühen achtziger Jahre sah sich die Bevölkerung politischer Repression, blutigen Säuberungen, Restriktionen und Lagerhaft ausgesetzt.

Wie insbesondere in der Stadt Shkodra die wechselvolle Geschichte Albaniens nachvollzogen werden kann, möchte Cuni in ihrem Vortrag darlegen. 25 Jahre nach dem Sturz des kommunistischen Regimes wurde dort im ehemaligen Untersuchungsgefängnis die erste Gedenkstätte Albaniens für die Opfer kommunistischer Verfolgung eröffnet. Tereza Cuni nimmt in ihrem Vortrag auch Stellung zu dem vom albanischen Parlament am 30. April 2015 verabschiedeten Gesetz zur Öffnung der Unterlagen des ehemaligen albanischen Geheimdienst Sigurimi.

Ort: Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße | Lindenstraße 54/55 | 14467 Potsdam
Datum: Mittwoch, 7. Juli 2015
Zeit: 17 Uhr

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei.