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Aktuelle Meldung vom 25.08.2015

25 Jahre Einheitsvertrag: Meilenstein auf dem Weg zur deutschen Einheit

Webseite „Aufbruch und Einheit. Die letzte DDR-Regierung“ dokumentiert die Entwicklungen

Am 31. August 1990 unterzeichneten Wolfgang Schäuble und Günther Krause als Vertreter der beiden deutschen Staaten im Kronprinzenpalais in Ost-Berlin den Vertrag über die Herstellung der Einheit Deutschlands. Das rund 900 Seiten umfassende Vertragswerk regelte die Einzelheiten für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland, der auf den 3. Oktober 1990 festgesetzt wurde.

Die offiziellen Verhandlungen über das Vertragswerk waren seit dem 6. Juli 1990 geführt worden. Schnell hatten sich die Verhandlungspartner auf den Abschluss eines Staatsvertrages geeinigt. Auf diesem Weg konnten die zahlreichen notwendigen Rechtsangleichungen am einfachsten vorgenommen werden. Der Vertrag enthielt neben den Bestimmungen zur Änderung des Grundgesetzes und der Rechtsangleichung auch Übergangsregelungen zur Neuordnung der öffentlichen Verwaltung und des öffentlichen Vermögens.

In den Wochen nach der Unterzeichnung fanden Nachverhandlungen zu zahlreichen Einzelthemen statt, etwa zum weiteren Umgang mit den Akten der Staatssicherheit. Am 20. September 1990 stimmten die DDR-Volkskammer und Deutsche Bundestag dem Vertrag zu.

Die Webseite „Aufbruch und Einheit. Die letzte DDR-Regierung“ dokumentiert die historischen Weichenstellungen für die deutsche Einheit. Mit Fotos, Originaldokumenten und zeitgenössischen Fernsehaufnahmen wird der Weg zur deutschen Einheit anschaulich dargestellt:
http://deutsche-einheit-1990.de/deutsche-einheit/

Die Webseite „Aufbruch und Einheit. Die letzte DDR-Regierung“ richtet sich nicht nur an die Wissenschaft und Studierende, sondern auch an Lehrkräfte, Multiplikatoren der historisch-politischen Bildungsarbeit, Schülerinnen und Schüler sowie an alle zeitgeschichtlich Interessierten. Das Projekt wurde realisiert in Kooperation mit dem Bundesarchiv, dem Deutschen Rundfunkarchiv und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie mit finanzieller Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.