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Aktuelle Meldung vom 27.08.2015

Bundesstiftung Aufarbeitung stellt neues Arbeitsfeld Kommunismusgeschichte vor

2017 jährt sich die russische Oktoberrevolution zum 100. Mal. Mit der gewaltsamen Machtübernahme der Bolschewiki wurde die kommunistische Ideologie erstmals in einem Land zur Grundlage von Regierung, Gesetzgebung und Rechtsprechung gemacht. In den folgenden Jahrzehnten haben Kommunisten in verschiedenster Weise die Weltgeschichte mitgeprägt. Die Bundesstiftung Aufarbeitung nimmt den Jahrestag zum Anlass, um auf die Geschichte des Kommunismus, der kommunistischen Verbrechen und deren Opfer aufmerksam zu machen.

Ziel ist es, Wissen zu schaffen, zu vermitteln und die Geschichte des Kommunismus in der deutschen Erinnerungskultur zu verankern. Dies gilt gleichermaßen für die Entwicklung des deutschen und internationalen Kommunismus als sozialer und politischer Bewegung in der Opposition wie für den Kommunismus als Herrschaftssystem in der Sowjetunion, sowie nach 1945 in der SBZ und DDR, in Mittel- und Osteuropa, in Asien, Afrika und Lateinamerika. Auf diese Weise trägt die Bundesstiftung Aufarbeitung dazu bei, die dringend erforderliche Kontextualisierung der SED-Diktatur in die Kommunismusgeschichte des 20. Jahrhunderts zu befördern und die Opfer des Kommunismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Der neue Themenschwerpunkt wird durch Dr. Nikolas Dörr betreut. Weitere Informationen finden Sie schon jetzt unter www.kommunismusgeschichte.de. Unter dieser Adresse wird im Laufe des Jahres 2016 ein Web-Portal zum Themenkomplex entstehen.