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Aktuelle Meldung vom 20.10.2015

Filmpremiere: Die Tunnelbauer von Glienicke/Nordbahn

Dokumentation über einen besonderen Abschnitt der innerdeutschen Grenze wird erstmals gezeigt

Der Mauerstreifen war am sogenannten „Entenschnabel“ an der Nordgrenze Berlins nur wenige Meter breit. Die Dokumentation „Entenschnabel – Die Tunnelbauer von Glienicke/Nordbahn“ geht den spektakulären Fluchtgeschichten nach, die sich dort während der deutschen Teilung ereignet haben. Der Film wird am 26. Oktober am historischen Ort in Glienicke/Nordbahn erstmals öffentlich gezeigt. Am 3. November folgt die Erstausstrahlung der von der Bundestiftung Aufarbeitung geförderten Dokumentation im Programm des RBB.

Der Archäologe Torsten Dressler erforscht die Hinterlassenschaften des Grenzregimes an der Berliner Mauer, insbesondere in seinem Heimatort. Dabei haben es ihm die Fluchttunnel besonders angetan. Zwischen Herbst 1962 und Frühjahr 1963 gruben sich in dem nur wenige hundert Meter langen Grenzabschnitt zahlreiche Menschen einen Weg nach West-Berlin. Unter Lebensgefahr und direkt vor den Augen der Grenzsoldaten gelang in spektakulären Tunnelfluchten über 50 Personen die Flucht aus der DDR – zum Ärger von Staatssicherheit und SED.

Die Dokumentation von Thomas Claus folgt Torsten Dressler bei seinen Streifzügen. Der Film spürt den Schicksalen der Geflüchteten nach und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen. Private Filmaufnahmen zeigen Tunnelarbeiten zwischen zwei Privathäusern, die auf DDR-Gebiet und in West-Berlin standen. Intensive Recherchen förderten weiteres bisher unveröffentlichte Film- und Fotoaufnahmen zutage.

Die Dokumentation wird im Programm des RBB am Dienstag, 3. November 2015 um 20.15 Uhr erstmals ausgestrahlt.

Filmpräsentation: Fluchtpunkt "Entenschnabel" – Die Tunnelbauer von Glienicke/Nordbahn
Veranstalter: claus + preus filmproduktion GbR, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Gemeinde Glienicke/Nordbahn, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Montag, 26. Oktober 2015
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Alte Halle, Hauptstraße 64, 16548 Glienicke/Nordbahn
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.