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Aktuelle Meldung vom 21.10.2015

„Die Stimme des Gulag“: Einmaliger Quellenfundus für das Stiftungsarchiv

Zeitzeugenprojekt des Historikers Meinhard Stark über die Gulag-Haft und deren Folgen

Seit Ende 1989 hat der Historiker Meinhard Stark mehr als 250 ehemalige Lagerhäftlinge oder deren Kinder in Russland, Polen, Kasachstan, Litauen und Deutschland interviewt. Zudem hat Stark vielfältige Materialien zu deren Lebenswegen zusammengetragen. Die Übergabe dieses einmaligen Quellenfundus an das Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist Anlass zur öffentlichen Vorstellung des Forschungsvorhabens am 28. Oktober.

In den Interviews sprechen die Zeitzeugen vom Leben und Überleben im Gulag sowie davon, wie die Haft das Leben der Familien geprägt hat. Über 1.200 Stunden Gespräche sowie mehr als 46.000 Blatt schriftliche Unterlagen sind im Rahmen eines von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderten Projektes der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Universität Bonn digitalisiert und in einer Datenbank erfasst worden.

Nach der Projektvorstellung durch Meinhard Stark spricht dieser mit dem ehemaligen Gulag-Häftling Horst-A. Hennig und dem Osteuropa-Historiker Professor Dittmar Dahlmann, der das Vorhaben an der Universität Bonn betreute. Das Gespräch wird moderiert von Ulrich Mählert (Bundesstiftung Aufarbeitung).

Podiumsgespräch: Die Stimme des Gulag. Ein neuer Archivbestand in der Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstalter: Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Mittwoch, 28. Oktober 2015
Uhrzeit: 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.