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Aktuelle Meldung vom 01.11.2015

Litauens verschwiegene Geschichte von Gewalt, Vertreibung und Deportation

Podiumsdiskussion zu den Verbrechen des Stalinismus und Nationalsozialismus im Baltikum

Die russische Ukrainepolitik und die politischen Spannungen zwischen dem Westen und der Russischen Föderation empfinden viele Menschen im Baltikum als Bedrohung. Hintergrund sind vor allem die Gewalterfahrungen, denen die Bevölkerung der drei baltischen Staaten während der sowjetischen Besatzung ausgesetzt war. Diese werden in der Podiumsveranstaltung am 4. November diskutiert werden.

Durch seine geopolitische Lage hat Litauen während und nach dem Zweiten Weltkrieg in hohem Maße unter den Nationalsozialisten wie auch unter dem totalitären Besatzungsregime der Sowjetunion gelitten. Während die Gräueltaten der NS-Diktatur im Nachkriegseuropa erforscht wurden, konnte über die Verbrechen der Sowjets lange Zeit nicht gesprochen werden.

Ziel der Diskussion ist es, die in Teilen bis heute verschwiegenen Verbrechen der sowjetischen Diktatur am Beispiel Litauens zu thematisieren und über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus aus deutscher und litauischer Sicht zu sprechen.

Über die verschwiegene Geschichte von Gewalt, Vertreibung und Deportationen diskutieren der litauische Historiker Arūnas Bubnys (Forschungszentrum für Genozid und Widerstand der Bevölkerung Litauens), der Zeitzeuge und ehemalige politische Gefangene Antanas Petrikonis und der Direktor des Nordost-Instituts an der Universität Hamburg, Joachim Tauber. Das Gespräch wird moderiert vom Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker.

Podiumsgespräch: Litauen – vom Hitler-Stalin-Pakt zum Stalinismus: Die verschwiegene Geschichte von Gewalt, Vertreibung und Deportationen
Veranstalter: Botschaft der Republik Litauen, Deutsch-Litauisches Forum e.V., Nord-Ost-Institut der Universität Hamburg, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Konrad-Adenauer-Stiftung, Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Mittwoch, 4. November 2015
Uhrzeit: 18 Uhr
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung | Klingelhöfer Straße 23 | 10785 Berlin
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird bis 2. November erbeten über: www.kas.de/wf/de/17.65591