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Aktuelle Meldung vom 10.11.2015

Podiumsdiskussion: Neoliberale Konzepte versus politische Steuerung in Ostmitteleuropa seit 1989/90

Das Verhältnis von politischer Planung und liberaler Marktsteuerung in Europa ist Thema der Diskussion „Neoliberales Europa? Politische Steuerungsmöglichkeiten seit 1989/90“ am 12. November. Die gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und der Bundesstiftung Aufarbeitung fragt nach dem Stellenwert, den politische Planung seit dem Epochenwechsel 1989/90 insbesondere in Ostmitteleuropa hat. Haben sich in Europa nach dem Ende der sozialistischen Planwirtschaften im Wesentlichen „neoliberale“ Konzepte durchgesetzt, die erhebliche wirtschafts- und gesellschaftspolitische Veränderungen bewirkten und die im Zuge der Systemtransformation in Ostmitteleuropa zu ökonomischen Schocktherapien führten? Wie sehr prägte radikale Marktorientierung die Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik, welche Rolle spielten dagegen die Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten der Politik?

Über diese Fragen diskutieren der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin Professor Andreas Wirsching, der Politikwissenschaftler Professor Edgar Grande (Ludwig-Maximilians-Universität München) und der Historiker Professor André Steiner (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam). Das Gespräch wird moderiert von Professor Thomas Raithel (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin).

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der vom Institut für Zeitgeschichte organisierten und von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderten Tagung „Politische Planung in Deutschland seit den 1960er Jahren“ statt. Am 12. und 13. November diskutieren internationale Expertinnen und Experten über den aktuellen Forschungsstand zur politischen Planung in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Außen- und Entwicklungspolitik sowie in der Stadtplanung im geteilten Deutschland.

Podiumsgespräch: „Neoliberales Europa?“ Politische Steuerungsmöglichkeiten seit 1989/90
Veranstalter: Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Donnerstag, 12. November 2015
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.