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Aktuelle Meldung vom 05.01.2016

Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 2016: Erinnern an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft

Bundesstiftung Aufarbeitung legt Kranz am Mahnmal für die Opfer des Stalinismus nieder

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wird zur Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am Sonntag, 10. Januar in Berlin einen Kranz am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde niederlegen. Damit verweist die Stiftung alljährlich darauf, dass zur Geschichte des Kommunismus die Erinnerung an die Verbrechen kommunistischer Gewaltherrschaft und das Unrecht der Diktatur gehören.

In früheren Jahren waren die Gedenkkränze am Mahnmal für die Opfer des Stalinismus von Teilnehmern der Demonstration immer wieder zertreten und beschädigt worden. Die Bundesstiftung Aufarbeitung fordert deshalb die Veranstalter der Demonstration auf, den Gedenkstein vor Übergriffen zu schützen. „Wir erwarten von den Verantwortlichen der Luxemburg- Liebknecht-Demonstration, dass die Erinnerung an die Opfer des Stalinismus nicht mit Füßen getreten wird“, erklärte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

Als politische Großdemonstration findet die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration alljährlich zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 in Berlin ermordeten Mitbegründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Sie endet traditionell an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Seit 2006 erinnert ein Gedenkstein am Rande der Gedenkstätte der Sozialisten an die Opfer politischer Repression in der Sowjetunion sowie der SBZ und der DDR.