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Aktuelle Meldung vom 21.01.2016

9. Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung im thüringischen Suhl

Rund 250 Multiplikatoren aus Bildungseinrichtungen und Aufarbeitungsinstitutionen diskutieren auf der neunten Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vom 28. bis 30. Januar im thüringischen Suhl über aktuelle Perspektiven auf die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie viel Gegenwartsorientierung für das historische Lernen und die politische Bildung angemessen und notwendig ist. Unter anderem findet dazu ein Workshop mit dem Titel „Wir schaffen das!? Herausforderungen für das historische Lernen und die politische Bildung in der Flüchtlingskrise“ statt. Auch Fragen von Diktatur und Demokratie sind keine historisch abstrakte Angelegenheit. Hierzu bietet die Geschichtsmesse reichlich Debattenstoff, präsentiert best-practice-Beispiele und zeigt, wie kontrovers dieses Thema in Forschung, Museen und Gedenkstätten sowie in den Schulen und in außerschulischen Bildungseinrichtungen diskutiert wird. Insgesamt werden bei der dreitägigen Veranstaltung rund 50 Projekte und Initiativen vorgestellt.

Unter dem Titel „Das doppelte Deutschland: Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte(n)“ stehen darüber hinaus aktuelle Fragen aus Wissenschaft und politischer Bildungsarbeit auf der Tagesordnung. Nach deutsch-deutschen Perspektiven auf die jüngste Zeitgeschichte fragt ein Podium mit Prof. Dr. Frank Bösch (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Prof. Dr. Dorothee Wierling (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg) und Prof. Dr. Hermann Wentker (Institut für Zeitgeschichte Berlin). Über eine aktuelle Studie zu Einstellungen und Stimmungslagen in Deutschland vor und nach der deutschen Einheit spricht Prof. Dr. Everhard Holtmann (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Zentrum für Sozialforschung Halle e.V.).

Mit Spannung erwartet wird das Streitgespräch mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer Iris Gleicke und Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, bei dem der Umgang mit der Diktatur in SBZ und DDR diskutiert werden wird. Das Gespräch am Samstag, 30. Januar, 11:15 Uhr über die Perspektiven und Herausforderungen der Diktaturaufarbeitung ist die Fortsetzung eines Dialogs, der bei der Geschichtsmesse 2015 begonnen wurde.

9. Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung
28. – 30. Januar 2016, Ringberg Hotel in Suhl

Es gibt nur noch wenige freie Plätze, wenden Sie sich bei Interesse bitte an unser Organisationsteam.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Webseite www.geschichtsmesse.de
Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier. [100 KB]