Aktuelles

Aktuelle Meldung vom 11.04.2016

Erste bundesweite Bildungskonferenz zur Nachkriegsgeschichte im Unterricht

200 Lehrkräfte und Multiplikatoren diskutieren am 22. und 23. April in Hamburg

Bei der Bildungskonferenz „Kontraste, Verflechtung und Abgrenzung: Deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte als Gegenstand des Schulunterrichts“ wird am 22. und 23. April in Hamburg erstmals bundesweit darüber diskutiert, wie die Geschichte nach 1945 im Schulunterricht behandelt werden soll. Rund 200 Lehrkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet werden zu der Tagung erwartet, die das Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Verbindung mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. und dem Fachverband Geschichte und Politik Hamburg organisieren. Ein Anlass der Konferenz ist die Entscheidung des Hamburger Schulsenators, ab 2017 die Geschichte der DDR und der deutschen Teilung in das Zentralabitur Geschichte aufzunehmen.

„Die deutsche Nachkriegsgeschichte bietet großes Potenzial für den Schulunterricht. Viele aktuelle Probleme lassen sich mit Wissen über diese Vergangenheit besser verstehen und einordnen. Gerade die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur müssen deutlich werden“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

Die bundesweite Konferenz für Lehrkräfte und Multiplikatoren soll die Akteure ermutigen, die DDR-Geschichte im Schulunterricht mithilfe neuer Zugänge verstärkt zu thematisieren. In 20 Workshops stellen Geschichtslehrende aus dem ganzen Bundesgebiet schüler- und projektorientierte Unterrichtsideen vor. In den Angeboten zeigt sich, dass die deutsch-deutsche Geschichte nach 1945 für Schülerinnen und Schüler sehr motivierend ist und vielfältige Verknüpfungen mit gegenwärtigen Problemen ermöglicht. Zwischen Relativierung und Skandalisierung, zwischen historischer Vermittlungsarbeit und politischer Gegenwartsorientierung bietet die Geschichte der SED-Diktatur und der deutschen Teilung den Lehrkräften damit ein großes Potential für Kontroversität, Multiperspektivität und Schülerorientierung.

Das Tagungsprogramm finden Sie unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/uploads/2016-pdf/2016-04-22-23-programm.pdf

Bildungskonferenz: Kontraste, Verflechtung und Abgrenzung: Deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte als Gegenstand des Schulunterrichts
Datum: 22. und 23. April 2016
Veranstalter: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V., Fachverband Geschichte und Politik Hamburg, Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ort: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung | Felix-Dahn-Straße 3 | 20357 Hamburg